1. NRW
  2. Wuppertal

Ideen für ein Kunstwerk in Wuppertal Nächstebreck

Nächstebreck : Idee: Ein Kunstwerk für den Kreisel

Nächstebrecker wollen Künstler Hans-Jürgen Hiby gewinnen. Die Kunst ist auch Thema bei der Jahreshauptversammlung des Bürgervereins.

. Finger hoch für Wuppertal: Im Wuppertaler Nordosten könnte schon bald ein neues Kunstwerk Autofahrer, Besucher und Anwohner begrüßen. Aufgestellt werden soll es im Kreisel Schmiedestraße, entstehen würde es im Atelier des bekannten Wuppertaler Künstlers Hans-Jürgen Hiby. Läuft alles nach Plan, könnte die Stadtteilgestaltung womöglich schon ab dem kommenden Jahr auf den Weg gebracht werden.

W wie Wuppertal: Barmen und Elberfeld lassen grüßen

Um diese und weitere Neuigkeiten geht es Mittwochabend bei der Jahreshauptversammlung des Bürgervereins Nächstebreck, wie der Vorsitzende Hermann Josef Richter ankündigt. Er freut sich auf zahlreiche Mitglieder und Gäste, von denen viele im Stadtteil aktiv sind.

Die Idee, den großen und ziemlich kahlen Kreisverkehr zu gestalten, hatte Beate Petersen vom Verein Leben in Wuppertal-Nord, auch dem Bürgerverein war der Gedanke an Stadtteilverschönerung schon gekommen.

Es sei naheliegend gewesen, den in Nächstebreck lebenden Künstler Hans-Jürgen Hiby anzufragen, berichtet Beate Petersen im WZ-Gespräch - nun machen die beiden örtlichen Bürgervereine gemeinsame Sache und haben bereits einen Antrag an die Bezirksvertretung gestellt. „Wir schließen uns zusammen, bündeln die Kräfte, sammeln Spenden, stellen Anträge und führen Gespräche mit Politik und Verwaltung“, kündigt Hermann Josef Richter an.

Geplant ist ein doppeltes Victory-Zeichen, das als W für Wuppertal steht, erklärt Hans-Jürgen Hiby. Er und sein Werk sind seit vielen Jahren in der Region bekannt, der Künstler arbeitet gern mit Holz und dürfte ein noch größeres Publikum haben, seit Radfahrer und Fußgänger auf der Nordbahntrasse regelmäßig an seiner großen Skulptur am ehemaligen Bahnhof Bracken vorbeikommen.

Eine Holzskulptur wie dort sei für den Kreisel Schmiedestraße indes nicht geeignet, erklärt Hiby, „da wäre Stein sinnvoller.“ Auf der Grünfläche des Kreisels soll zentral eine zweiteilige Skulptur aus Ruhrsandstein mit den Maßen 160cm x 240 cm x 50 cm entstehen, versehen mit den Stadtteilnamen Barmen und Elberfeld sowie der Jahreszahl des Zusammenschlusses zu Wuppertal im Jahr 1929.

Die Werbegemeinschaft
geht im Bürgerverein auf

Gut erkennbar, aber nicht zu groß dürfe das Kunstwerk sein, so Hiby, „es geht ja auch um Verkehrssicherheit - Autofahrer müssen den Kreisverkehr überschauen können.“ Noch sei das Ganze in Planung, so der Künstler. Was die Kreisel-Kunst kosten würde, steht noch nicht konkret fest. Die Initiatoren gehen von etwa 15 000 Euro aus, die unter anderem aus Spenden und Mitteln der Bezirksvertretung zusammenkommen könnten. „Wichtig dabei: Wir wollen der Stadt das Kunstwerk im Anschluss schenken“, betont Hermann Josef Richter.

Ein weiteres Thema der Jahreshauptversammlung wird die Werbegemeinschaft Nächstebreck sein, kündigt der Vorsitzende an. „Die IG Nächstebreck, die 2004 gegründet wurde und die Interessen von rund 25 Einzelhändlern, Handwerkern und sonstigen Gewerbetreibenden aus Nächstebreck vertritt, möchte als Werbegemeinschaft Nächstebreck in unserem Verein aufgehen.“ Die Bürgergemeinschaft begrüße dies sehr:„Hierdurch können Kräfte gebündelt und ein aktives Netzwerk gebildet werden, zumal auch viele Firmen Mitglied des Bürgervereins sind.“