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Hundekot auf dem Gehweg sorgt für Unmut bei Wuppertalern

Ärger : Barmer Anlagen: Mit „Hundetoiletten“ gegen Tretminen

Immer mehr Besucher beschweren sich über Hundekot. Die BV Heckinghausen finanzierte einen Lösungsansatz.

Die meisten werden das Problem kennen: Ein Hundehaufen liegt auf dem Gehweg oder auf einer Grünfläche - vielleicht sogar in einem Park oder in der Nähe eines Spielplatzes. Und wer ist nicht schon mal in einen Kothaufen getreten oder mit dem Fahrrad oder Kinderwagen durchgefahren?

In letzter Zeit beschweren sich zunehmend Bürger, dass in den Barmer Anlagen „Häufchen“ anzutreffen sind. Auch das Bezahlen der Hundesteuer erlaubt deren Haltern nicht, die Hinterlassenschaft einfach liegen zu lassen. Sie begehen damit sogar nach Paragraf 2 des Nordrhein-westfälischen Landeshundegesetzes eine Ordnungswidrigkeit, die mit einer Geldbuße geahndet werden kann.

Im Rahmen der Vorbereitungen des Barmer Verschönerungsvereins (BVV) für die Gartensaison wurde auch der Hundekot zum Thema. Damit die Barmer Anlagen wieder ein Ort der Erholung und der Freude aller Besucher sein können, wurden jetzt vier Hundetoiletten aufgestellt.

Bezirksvertretung stellte
1868 Euro zur Verfügung

Dabei handelt es sich um eine Halterung, in die sowohl ein Behälter zum Herausnehmen von unbenutzten Kottüten als auch ein Mülleimer zum Entsorgen der Hinterlassenschaften integriert ist. Die Installation erfüllt einen doppelten Sinn: Zum einen werden Hundebesitzer davor verschont, die Hundekotbeutel über einen längeren Zeitraum aufzubewahren. Zum anderen werden alle Parkbesucher von einer unangenehmen Überraschung verschont.

Die Hundetoilette soll die Situation für Fußgänger in den Barmer Anlagen erträglicher machen. Foto: BLM

Für diesen Zweck stellte die Bezirksvertretung Heckinghausen einen Betrag von 1868 Euro zur Verfügung. Mit diesem Geld konnten vier Hundetoiletten gekauft werden, die je 396 Euro gekostet haben. Diese Boxen wurden sowohl im unteren, historischen Teil der Anlagen als auch in den oberen Anlagen aufgebaut. Der Rest der Spendensumme wurde für Material zum Bebauen des Weges verwendet. Michaela Dereschewitz, Geschäftsführerin des BVV weist aufgrund zunehmender Konfliktsituationen zwischen Hundebesitzern und anderen Parkbesuchern darauf hin, dass die Vierbeiner in den Anlagen angeleint werden müssen. Viele Hundebesitzer würden auch sehr rücksichtsvoll mit Blick auf andere Parkbesucher umgehen. Heißt: Sie nehmen ihren Hund an die Leine und entfernen seine Hinterlassenschaften.

Nach Angaben des BVV hätten aber die Beschwerden von Parkbesuchern über Hundebesitzer, insbesondere von Müttern mit Kindern, in der letzten Zeit zugenommen. Es werde immer wieder beklagt, dass Hunde nicht, wie es das Gesetz vorschreibt, an die Leine genommen werden. Zum Leidwesen von Spaziergängern und spielenden Kindern. Vor allem wenn es zu direktem Kontakt komme und die Besucher angesprungen oder angebellt werden, gebe es Unverständnis. Insbesondere kleinere Kinder reagierten oft verängstigt auf nicht angeleinte Hunde. Auch für die Gärtner der Barmer Anlagen sei das Mähen der Wiesen dadurch zu einer unangenehmen Aufgabe geworden.

Mit den Hundetoiletten verbinde man die Hoffnung, dass Hundebesitzer die Plastiktüten nur für den aktuellen Gebrauch herausnehmen und nicht als Mülltüten für zu Hause verwenden, so der BVV. Geldspenden für die Anschaffung von „Kottüten“ werden in der Geschäftsstelle an der Oberen Lichtenplatzerstraße 84 entgegengenommen.