Auszeichnung: „Hügeler“ haben die schönsten Kleingärten

Auszeichnung : „Hügeler“ haben die schönsten Kleingärten

Die schönsten und ökologisch wertvollsten unter den 116 Anlagen wurden ausgezeichnet.

Walter Harnoth, der Vorsitzende des Kleingartenvereins „Hügel 1928“ war ebenso erstaunt wie vor einem Jahr. Denn erneut wurden die 40 Kleingärten am Hügel von der Fachkommission zu Wuppertals schönster Kleingartenanlage gekürt, und der mächtige Schild aus Lärchenholz erneut mit dem Namen der „Hügeler“ verziert.

Das Erfolgsgeheimnis: „Bei uns machen alle mit, und der Vorstand muss niemanden unter unseren Mitgliedern zur Ableistung der zehn Pflichtstunden für die Gemeinschaft im Jahr motivieren“, gibt der Vorsitzende das Lob an seine anderen Gartenfreunde und das gute Klima im Verein weiter.

500 Euro waren der Siegespreis neben Urkunde und Plakette, und zumindest ein Teil der Prämie dürfte wohl für eine kleine Siegesfeier verwendet werden, die bei der nächsten Jahreshauptversammlung stattfindet.

Diesmal hatte der humorvoll moderierende Vorsitzende des „Stadtverbands Wuppertal der Gartenfreunde“ zur Siegerehrung auf den „Heiligen Berg“ ins Internationale Evangelische Tagungszentrum eingeladen. Hier konnten die Anwesenden vor der eigentlichen Feier auf einer Fülle von Dias sehen, wie die acht Finalisten von insgesamt 116 Wuppertaler Kleingartenanlagen bei strahlendem Sonnenschein begutachtet wurden. Wildblumenwiesen, Hochbeete und Kinderspielplätze sah man da. Und Insektenhotels, die für die schwirrenden Bestäuber wahre Luxusherbergen mit unterschiedlichen Hölzern und Schlupfwinkeln geworden waren.

Das von Klaus Gebauer zusammengestellte Kommissions-Team bei der durch die Vorstandsmitglieder des Stadtverbandes Barbara und Lothar Stein organisierten Begehung am 10. August hatte es wirklich nicht leicht, die verschiedenfarbigen Medaillen einzuordnen. Am Samstagmorgen fand die Verteilung durch Oberbürgermeister Andreas Mucke und Fritz Ortmeier statt, bei der die Anlagen Wolfsholz-Elsternbusch, Sonnenblick, Kothen und der Gartenbauverein Bayer mit der Bronzemedaille ausgezeichnet wurden. Silber ging an den Scharpenacker Weg und die „Dauerbrenner“ bei Siegerehrungen, KGV Langerfeld und „In den Stöcken“, und Gold an Hügel von 1928. Alle acht Finalisten durften noch einen großen Topf mit dem edlen Gehölz „Wohlriechende Heckenkirsche“ mitnehmen, wobei Barbara Stein betonte: „Die sind für die Anlage, nicht für die Gärten der Vorsitzenden.“

Holger Lindemann, der 2. Vorsitzende von „In den Stöcken“ durfte zweimal zum Empfang der Sonderpreise nach vorn kommen. Beim von MdB Helge Lindh (SPD) gestifteten Preis für Ökologische Besonderheiten verzeichneten die Laubenpieper von „In den Stöcken“ einen Hattrick, sie gewannen ihn zum dritten Mal in Folge. Und auch beim von den Grünen ausgelobten Wettbewerb für Soziale Aktivitäten lagen sie vorn. „Wir haben für den Preis übrigens nicht die Fraktionskasse geplündert, sondern aus eigener Tasche zusammen gelegt“, betonte Dagmar Liste-Frinker von Bündnis 90/ Die Grünen.

Der schönste Spielplatz, der Klaus Jürgen Reese, dem SPD-Fraktionsvorsitzenden, besonders am Herzen liegt, wurde bei der KGV Hainstraße ausgemacht, und bei der aktiven Fachberatung hatte die KGV Böhlerfeld die Nase vorn. Großer Beifall als die Politiker mit Andreas Mucke an der Spitze betonten, dass beim intensiv gesuchten Bauland in Wuppertal die Kleingärten auf keinen Fall angetastet würden.

Mehr von Westdeutsche Zeitung