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Hohlräume im Mauerwerk von Wuppertaler Laurentiuskirche entdeckt

Umfassende Sanierung nötig : Hohlräume im Mauerwerk von Wuppertaler Laurentiuskirche entdeckt

Bei den jüngsten Arbeiten wurden gravierende Mängel am Gebäude entdeckt. Eine Sanierung ist dringend nötig.

„Wir waren froh, dass das Portal unserer Laurentiuskirche vor Weihnachten wieder frei zugänglich war“, erklärt Gemeindepfarrer Bruno Kurth, der gleichzeitig auch die Funktion des Stadtdechanten bekleidet. „Doch beim ersten Bauabschnitt wurden gravierende, tiefer gehende  Mängel  festgestellt, und dass sich im oberen Teil des Portals im Mauerwerk Hohlräume befinden. Der Bereich bedarf einer umfassenden Sanierung“, kündigt Pfarrer Kurth an, und dass das Portal der den Stadtteil prägenden Basilika, benannt nach dem Elberfelder Stadtpatron, dem Heiligen Laurentius,  erneut eingerüstet werden muss.

„Die Arbeiten werden so umfangreich sein, dass ein normales Gerüst dafür nicht reichen wird. Da müssen ganze Quader herausgeholt und erneuert werden“, so Kurth. Der Beginn der Arbeiten ist für das Frühjahr geplant. „Dazu sind wir in Gesprächen mit der Bauaufsicht und dem Denkmalschutz.“

Vor zehn Jahren wurde das Gewölbe der oft besuchten und vielfach fotografierten Basilika, gleichzeitig die bedeutendste katholische Kirche in Wuppertal,  einer umfassenden Sanierung unterzogen. Jetzt ist das Portal dran. Angekündigt hatte sich das Ganze, als der Putz herunter bröckelte. „Und das kann alles Mögliche bedeuten“, sagt der Geistliche über das Gotteshaus, das im Krieg in der Nacht vom 24. auf den 25. Juni 1943  durch  Brandbomben schwer beschädigt und in der Nachkriegszeit mit den damals zur Verfügung stehenden Mitteln wieder hergerichtet wurde. Mit dem Weihnachtsgottesdienst 1949 wurde die 1835 erbaute Laurentiuskirche wiedereröffnet. „Das ist jetzt rund 70 Jahre her.“

Noch steht nicht fest, wie lange die Sanierung und Restaurierung des aus Sandstein errichteten Sakralbaus dauern werden, wobei die umfangreichen Arbeiten auch in der Terminplan des ausführenden Unternehmens passen müssen.

Die Kosten der Maßnahmen? „Wir rechnen mit einem hohen fünfstelligen Betrag“, so Bruno Kurth, der weiß, dass auch eine ganz spezielle Gruppe von Menschen unter den Arbeiten leiden wird: „Die Brautpaare, für die die Laurentiuskirche schon immer ein besonders stilvoller Ort für die kirchliche Trauung gewesen ist.“ Zwar werden die Trauungen nach wie vor in dem Gotteshaus stattfinden, aber  die Erinnerungsfotos vor dem imposanten Portalbereich werden nicht ganz so glanzvoll wie sonst üblich ausfallen.

Und auch die Karfreitagsprozession der italienischen Gemeinde, für die der Portalbereich stets der Schauplatz der Verurteilung Jesu vor Tausenden von Zuschauern  ist, könnte  eingeschränkt werden.

„Wenn man in der dunklen Jahreszeit morgens zur Arbeit kommt, vermittelt einem die beleuchtete Laurentiuskirche ein Gefühl von Heimat”, gibt sich Michael Kozinowski, Inhaber der gegenüber liegenden Buchhandlung Mackensen als großer Freund der Kirche zu erkennen und fügt hinzu: „Mittags genieße ich es als Liebhaber von Orgelmusik, wenn bei offenen Kirchentüren die Orgelklänge über den Laurentiusplatz wehen.“