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Hochwasser-Hilfen Wuppertal: Genug Sachspenden und private Helfer

Hochwasser in der Kohlfurth und Beyenburg : Sachspenden und private Helfer werden nicht mehr benötigt

Es seien derzeit genug Sachspenden und private Helfer bei den Betroffenen vor Ort, teilt die Stadt mit. Die Menschen in den überfluteten Gebieten unterstützen sich weiter gegenseitig.

Viele Bürger haben Sachspenden für die Betroffenen des Hochwassers gesammelt und sich als tatkräftige Helfer vor Ort zur Verfügung gestellt. Kostenpflichtiger Inhalt Vor allem in der Kohlfurth und in Beyenburg waren die Schäden am größten und es wird noch lange dauern bis alles beseitigt ist. Dennoch danken OB Uwe Schneidewind und Johannes Slawig von Herzen für das große Engagement und die Solidarität.

Für großes Lob sorgte in der Kohlfurth der Einsatz von AWG, ESW, Jobcenter und Stadtteilservice. In einer konzertierten Aktion von insgesamt einhundert hochengagierten Beschäftigten, jeder Menge schwerem Gerät, Container- und Straßenreinigungsfahrzeugen werden auch in den nächsten Tagen noch Keller ausgeräumt und Schutt und Sperrmüll in Rekordtempo beseitigt. Wichernhaus, Diakonie und Tafel versorgen die Hilfskräfte und Anwohner vor Ort mit Essen und Getränken.

Der Einsatz der Hilfskräfte aus den Beschäftigungsmaßnahmen von GESA, Wiechernhaus, GbA, Awo, Diakonie und Tafel findet in enger Absprache mit dem Krisenstab und der Feuerwehr Wuppertal statt, die den Einsatz koordiniert. Er wird solange fortgesetzt, wie es vor Ort nötig ist.

„Was wir auch heute wieder an Gemeinschaftsgeist und Tatkraft erleben dürften, macht zuversichtlich und erfüllt uns mit aller Hochachtung für die so schwer betroffenen Menschen. Wir nehmen aus den Gesprächen viele sehr wichtige Impulse für die kommenden Tage und Wochen mit und danke auch allen Helferinnen und Helfern für ihren vorbildlichen Einsatz“, erklärten sichtlich beeindruckt Uwe Schneidewind und Johannes Slawig.

Private Helfer und Sachspenden werden nicht mehr benötigt

Die Stadt teilt mit, dass aktuell noch viele Sachspenden in den Sammelstellen lägen, so dass weitere Initiativen nicht notwendig seien. Auch seien in den engen Sträßchen von Alt-Beyenburg und der Kohlfurth inzwischen so viele Einsatzkräfte mit schwerem Gerät unterwegs, dass weitere private Helfer dort nicht mehr eingesetzt werden können. Der Krisenstab appelliert insbesondere an Initiativen von außerhalb Wuppertals, die Stadt nicht mehr anzufahren.

Der Tag nach dem Hochwasser: So geht es den Betroffenen in Wuppertal

Stadt organisiert weitere Hilfen für die Betroffenen des Hochwassers

Die von Bund und Land angekündigten Soforthilfen will die Stadt schnell zu den Betroffenen bringen. „Noch kennen wir die genauen Konditionen nicht, aber wir organisieren bereits die Anlaufstellen und Prozesse, damit das Geld umgehend ausgezahlt werden kann“, erläutert Krisenstabsleiter Johannes Slawig. Für die am stärksten überfluteten Gebiete Beyenburg und Kohlfurth soll es Ansprechpartner vor Ort geben. Hier sind inzwischen Mitarbeiterinnen von Caritas und Diakonie ebenfalls mit mobilen Angeboten vor Ort, um die Menschen bei den unterschiedlichsten Anliegen zu unterstützen. Für Betroffene im weiteren Stadtgebiet werden die Geschäftsstellen des Jobcenters entsprechende Soforthilfe-Formulare bereithalten. Sobald die Vorgaben des Landes bekannt sind und die Organisation steht, wird die Stadt kurzfristig informieren.

(red)