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Hinter den Kulissen von Bayer 04 Leverkusen

Hinter den Kulissen von Bayer 04 Leverkusen

Zusammen mit der WZ bekamen 20 Leser vor dem Bundesligasspiel gegen Schalke 04 einen detaillierten Einblick ins Innere der BayArena.

Wie viele Greenkeeper braucht es, um den Stadionrasen eines Fußball-Bundesligisten zu pflegen? Diese und noch viele weitere interessante Fragen bekamen acht WZ-Leser plus insgesamt zwölf Begleiter im Rahmen des Bundesligaspiels zwischen Bayer Leverkusen und Schalke 04 beantwortet. Wenige Stunden vor dem Anpfiff erhielten unsere Leser auf Einladung der Westdeutschen Zeitung und Bayer Leverkusen bei einer Stadionführung einen detaillierten Einblick in das Innenleben der BayArena. Doch bevor es losging, hatte Stadionführer Marvin noch etwas auf dem Herzen. „Sobald wir den Innenraum betreten, bitte ich alle, den Rasen nicht zu betreten“, erklärte er.

Hinter den Kulissen von Bayer 04 Leverkusen
Foto: Maximilian Lonn

Der Grund dafür lag natürlich auf der Hand: Dem kostbaren Grün sollte vor dem Anstoß nichts mehr passieren. Immerhin sorgen 13 festangestellte Greenkeeper tagtäglich dafür, dass sich der Rasen trotz frostiger Temperaturen in einem Top-Zustand befindet. „So einen Rasen habe ich zu Hause nicht“, lobte Thomas Koeppen, der zusammen mit Frau und Tochter angereist war.

„Unser Rasen kriegt wirklich viel Pflege“, betonte Marvin. Neben dem 13-köpfigen Personal kommen auch regelmäßig die Rasenheizung, Sprenkelanlagen sowie spezielle Apparaturen, die künstliches Sonnenlicht produzieren, zum Einsatz. „Dadurch denkt der Rasen, es wäre Sommer und wächst daher immer weiter“, erläuterte Marvin. Zudem wurde das Stadion während des Umbaus im Jahr 2009 so konstruiert, dass die Luft in der Arena zirkulieren kann. Für diesen extra Pflege-Service verzichtete Bayer 04 sogar auf zusätzliche Sitzplätze.

Auch im weiteren Verlauf der Stadionführung erfuhren unsere Leser interessante Details. So erzählte Marvin, dass es einmal im Jahr möglich ist, in der Arena standesamtlich zu heiraten. Zudem können bis zu 21 sehbehinderte Fans das Spiel auf eine spezielle Art und Weise verfolgen: Über einen Knopf im Ohr kommentieren extra geschulte Reporter das Geschehen auf dem Platz und vermitteln so ein ganz besonderes Stadionerlebnis.

Ein solches durften unsere Leser auch im Bauch der Arena erleben. Vorbei an der Mixed-Zone ging es über die VIP-Lounge in den Raum, wo später die Pressekonferenz stattfinden sollte. Schnell erklommen einige Leser das Podium und mussten sich den kritischen Fragen ihrer Begleiter stellen.

Unter ihnen war auch Raimund Gringard. Der leidenschaftliche Bayer-Fan freute sich schon auf der Hinfahrt auf das am Nachmittag stattfindende Bundesligaspiel. Einen Tipp wollte er aber nicht abgeben. „Das habe ich mir abgewöhnt“, verriet er und fügte hinzu: „Seitdem läuft’s.“ Ein paar Stunden später musste er jedoch feststellen: Es lief überhaupt nicht.

In einer hitzig geführten Partie ohne große Höhepunkte kassierte Leverkusen in der ersten Halbzeit nicht nur früh das 0:1, sondern musste auch einen Platzverweis (Dominik Kohr) hinnehmen. Zwar kam Bayer nach der Pause besser in die Partie, das entscheidende 2:0 machten allerdings erneut die Gäste aus Gelsenkirchen.

Letztlich ein kleiner Wermutstropfen eines ansonsten gelungenen Tages — wie auch die Leser der WZ übereinstimmend fanden.