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Helios macht OP-Statistiken öffentlich

Helios macht OP-Statistiken öffentlich

Die Ergebnisse können im Internet eingesehen und verglichen werden.

Wuppertal. Das Helios Klinikum Wuppertal hat nun erstmals Qualitäts-Kennziffern im Internet veröffentlicht. Mit diesen können sich potenzielle Patienten und Ärzte über die Anzahl der Todesfälle bei der Behandlung bestimmter Krankheitsbilder informieren. Bundesweit haben 122 Kliniken der Initiative Qualitätsmedizin (IQM), der auch Helios angehört, ihre Daten veröffentlicht. Sie können nun miteinander verglichen werden. "Das ist ein großer Schritt in Richtung Transparenz", sagt der Ärztliche Direktor Dr. Aruna Raghavachar.

Beispielsweise sind die Bereiche Herzerkrankungen, Schlaganfall, Lungenerkrankungen und Nierenoperationen angegeben - jeweils inklusive der Anzahl der behandelten Menschen und mit dem Durchschnittsprozentwert an Todesfällen der IQM-Kliniken sowie dem Prozentwert des Helios-Klinikums. Raghavachar: "Wenn Helios besser oder schlechter als der Durchschnitt ist, sieht man das auf den ersten Blick." Gut schneidet das Wuppertaler Klinikum bei der Behandlung von Herzinfarkten, Schlaganfällen und Prostatakrebs ab. Schlechter als der Durchschnitt ist es bei Operationen des Verdauungstraktes. "Wobei man hierbei beachten muss, dass viele Patienten an einem fortgeschrittenen Stadium des Krebses litten", sagt Raghavachar. Somit sei die Lebenserwartung eingeschränkt gewesen. Wenn Helios schlechter als der Durchschnitt ist, setzt sich der verantwortliche Chefarzt mit seinen Kollegen aus den IQM-Kliniken zusammen und versucht, der Ursache auf den Grund zu gehen.

Eine Gefahr, dass sich potenzielle Patienten nur auf die Zahlen verlassen - ob gut oder schlecht -, sieht Raghavachar nicht. Die meisten Menschen besprächen ihre Behandlung mit einem Facharzt, der die Zahlen entsprechend interpretieren könne.

Alle Qualitätszahlen im Netz: www.initiative-qualitaetsmedizin.de