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Heino rühmt den Himmel

Heino rühmt den Himmel

Der Schlagerinterpret ist in der Alten Kirche Wupperfeld aufgetreten — im Gepäck hatte er Songs von den Ärzten und Rammstein.

Wuppertal. Ein ungewöhnliches Programm erwartete die Besucher des Konzertes „Den Himmel rühmen“. Bei seinem Auftritt in der Alten Kirche Wupperfeld am Sonntag gab Schlagerinterpret Heino neben geistlichen Liedern auch Stücke der Punkrock-Band Die Ärzte und der Metalband Rammstein zum Besten. Lieder von Nena und Sportfreunde Stiller gehörten ebenfalls zu seinem Repertoire und fügten sich überraschend gut in das Motto des Abends ein.

Der Glauben und die Liebe sollten die zentralen Motive der Musikauswahl sein. Auf der Bühne unterstützt wurde Heino von Franz Lambert, Werner Hucks und dem Gloria Terzett.

Er werde oft gefragt, warum er in Kirchen spiele, berichtete Heino zu Beginn seines Konzertes. „Ich will Gott auf diese Weise danken, dass er mir die Liebe zur Musik gegeben hat“, sagte der Künstler. „Und ich möchte Menschen dazu bringen, wieder mehr in die Kirche zu gehen.“

Nach zwei geistlichen Liedern wandte er sich einem seiner neuen Stücke zu: „Sie bringt uns Wärme und Lebensfreude — die Sonne“. Das neu interpretierte und im Original eher düstere Stück „Sonne“ von Rammstein passte musikalisch und thematisch gut in das Programm. Bei „Junge“ von Farin Urlaub, das laut Heino „das Gleichnis der verlorenen Sohn des 21. Jahrhunderts“ ist, klatschte das Publikum begeistert mit.

„Mir gefallen die neuen Lieder - sehr viel besser, als ich gedacht hätte“, sagte Besucher Wolfgang Flanhardt (79) in der Pause. Auch Zuschauerin Gisela Moser (78) war begeistert: „Dass sich ein Mensch über 70 in der Form neu erfindet, da ziehe ich den Hut vor.“

Trotzdem kamen die traditionellen Stücke nicht zu kurz. „Bei aller Modernität sollten auch die alten Volkslieder nicht in Vergessenheit geraten“, sagte Heino. Das Konzert endete traditionell. Das Schlaflied „Guten Abend, gut’ Nacht“ sowie das altes geistliche Lied „Großer Gott, wir loben dich“ ließen das Konzert besinnlich ausklingen.