Heimat- und Bürgerverein will Verkehrskonzept für Cronenberg

Heimat- und Bürgerverein will Verkehrskonzept für Cronenberg

Mitglieder wollen weiter für eine Lösung für den Stadtteil kämpfen.

Cronenberg. In der „Kulturschmiede“ an der Hütte trafen sich rund zehn Prozent der 431 Mitglieder des Cronenberger Heimat- und Bürgervereins (CHBV) zur Hauptversammlung. Die wurde vom Vorsitzenden, Rolf Tesche, pünktlich eröffnet.

In seinem Rechenschaftsbericht für 2017 hatte Tesche über einige respektable Erfolge seines Vereins zu berichten. So wurde die Arbeit des Bürgerbüros „in vernünftige Bahnen“ gelenkt, wobei Tesche anmerkte, dass man bei der Erteilung von Terminen mit einem gewissen Vorlauf rechnen müsse. „Vielleicht klappt es ja, dass das Büro in naher Zukunft noch an einem zweiten Tag geöffnet hat“, war seine von allen Anwesenden geteilte Hoffnung. Bezüglich der Kohlfurther Brücke gab es zu vermelden, dass der CHBV sie als Verein übernommen habe und auch für die Beleuchtung sorge. Ein Unfallschwerpunkt an gleicher Stelle soll schnellstmöglich entschärft werden. „Da bewegt sich was“, war sein optimistischer Kommentar.

Rundum positiv fiel die Bilanz der Tombola der Cronenberger Werkzeugkiste aus, die einen Erlös von rund 7000 Euro zugunsten der Lebenshilfe brachte. Dass am Ehrenmal insgesamt auf drei befestigten Wegen Boule gespielt werden kann und der Hans-Otto-Bilstein-Platz eine neue Beleuchtung und Bepflanzung erhält, gehört ebenfalls zu den Dingen, an denen der Cronenberger Heimat- und Bürgerverein wesentlichen Anteil hat.

„Hüttenzauber“, Mitwirken am Gelingen des Martinszuges und den Feierlichkeiten zum Volkstrauertag, Verkehrsdisplays mit „Smileys“, die Tempoüberschreitungen anzeigen, sind weitere Aktivitäten des Bürgervereins, der im Bürgerhaus einen Dachschaden zu beklagen hat. „Den auszubessern, wird Geld kosten“, kündigte Tesche im Beisein von Bezirksbürgermeisterin Ursula Abé an. Das Bürgerhaus, eine Einrichtung, die auch von Liebhabern des „Cronenberger Platts“ gern genutzt wird und unbedingt erhalten und gepflegt werden soll.

Da schon das erste Viertel des Jahres ins Land gegangen ist, war der CHBV auch im ersten Quartal nicht untätig. So hatte man Oberbürgermeister Andreas Mucke am 31. Januar im Tic ernsthaft ins Gebet genommen und darauf hingewiesen, dass der Ortsteil auf den Südhöhen von der Stadt nicht gerade verwöhnt wird. „Da wollen wir in Zukunft die Füße nicht still halten“, hieß es unmissverständlich von Seiten des Bürgervereins. „Planungen für ein Verkehrskonzept für Cronenberg sind 1978, 1990, und 2003 angestellt worden. Passiert ist nichts“, wurde kritisch angemerkt.

„Ich bin ein Star, baut mir ein Haus“, so könnte eine bereits angelaufene großartige Aktion der Cronenberger Eltern und Kinder in Anlehnung an den Titel des „Dschungelcamps“ genannt werden. Da waren nämlich 30 Nistkästen für den Vogel des Jahres generationenübergreifend gebastelt worden, und Tesche kommentierte schmunzelnd: „Da konnte man sehen, wie unterschiedlich die Geschicklichkeit bei den Menschen doch verteilt ist.“

Sponsorenlauf sowie Wandern mit OB Andreas Mucke und dem Enthüllungsjournalisten Günter Wallraff zugunsten des Kinderhospizes stehen für 2018 unter anderem noch auf der Agenda des CHBV, und Kai Müller, ein Cronenberger von echtem Schrot und Korn, sprach sicher allen aus dem Herzen, als er dem Vorstandsgremium mit Rolf Tesche, Stephan Ries, Ralf Kiepe, Manfred Stader, Vera Drees-Sendner-Voelderndorf, Michael Niebischund, Edmund Balsies große Anerkennung aussprach. „Wat förn Gebrassels han die am Hals.“