Weihnachtsgeschäft : Handel: Weihnachtsgeschäft läuft gut

Weihnachtsgeschäft : Handel: Weihnachtsgeschäft läuft gut

Am dritten Adventssamstag wird trotz des Wetters ein Ansturm der Käufer erwartet.

450 Euro wollen die Wuppertaler in diesem Jahr für Geschenke ausgeben. Das meiste Geld dürfte noch in den Brieftaschen stecken, obwohl das Weihnachtsgeschäft schon Ende November gut angelaufen ist: Die großen Einkäufe werden in der Regel erst ab der dritten Adventswoche gemacht. Obwohl das Wetter bisher nur gelegentlich zur Vorfreude beigetragen hat und es sich ausgerechnet am verkaufsoffenen Sonntag am 12. Dezember von seiner schlechtesten Seite zeigte, fällt die Zwischenbilanz des Einzelhandels positiv aus.

Ob es am Ende ein weniger gutes, gutes oder gar sehr gutes Weihnachtsgeschäft wird - da will sich Ralf Engel, Geschäftsführer des Rheinischen Einzelhandelsverbandes in Wuppertal, noch nicht festlegen. „Mein Eindruck ist aber, dass die Innenstädte voll sind. Die ersten beiden Wochen im Advent werden traditionell genutzt, um zu schauen und sich zu informieren. Warten wir den dritten Adventssamstag ab, dann geht das Weihnachtsgeschäft in der Regel richtig los“, sagt Engel. Er erwartet Umsätze, die zumindest im Bereich der Vorjahre liegen - und die waren aufgrund gestiegener Kauflust der Kunden gut für den Handel. „Winterkleidung ist bei diesen Temperaturen kein Renner. Da halten sich die Kunden zurück und hoffen auf Preisnachlässe im neuen Jahr“, so Engel. Ein überraschender Trend zeichne sich ab: Brettspiele sind wieder gefragt.

„Wuppertal hat durch den neuen Döppersberg und den Busbahnhof an Attraktivität gewonnen, und die Passantenfrequenz ist langsam wieder so, wie sie es schon einmal war. Bisher ist alles sehr positiv gelaufen“, sagt Katrin Becker, Centermanagerin der City Arkaden. Rund 30 000 Besucher besuchen die City Arkaden im Schnitt. „An einem guten Adventssamstag wird diese Zahl fast verdoppelt“, sagt Katrin Becker. Der verkaufsoffene Sonntag sei gut gelaufen. „Das war Center-Wetter. Schwierig für alle wird es bei Eis und Schnee.“

Matthias Wewer, Vorstand der Interessengemeinschaft City Barmen, ist überzeugt, dass ein gutes Jahr für den Einzelhandel einen guten Abschluss finden wird. „Die Branche profitiert gerade bei den höherwertigen Konsumgütern von den Rahmenbedingungen“, sagt der Juwelier und Geschäftsführer. Da es auf dem Sparbuch keine Zinsen gibt und so viele Wuppertaler wie seit Jahren nicht mehr sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind, legen sie ihr Geld in Geschenken an oder beschenken sich selber. „Das Wetter am verkaufsoffenen Sonntag war grausam. Das hat aber vor allem Geschäfte getroffen, die auf eine hohe Kundenfrequenz setzen.“

Weihnachtsmärkte leiden unter starken Regenschauern

Während das Schmuddel- und Regenwetter die Passanten in die Läden und Center treibt, machen die Schauer vor allem den Händlern auf den Weihnachtsmärkten zu schaffen. Sie hoffen, dass sich die Sonne bis zum Fest noch einmal länger blicken lässt. Geschenke, die in Wuppertal oder in der Bergischen Region hergestellt werden oder einen Bezug zu Wuppertal haben, können auf dem Barmer Weihnachtsmarkt gleich an drei Ständen erworben werden. „Der aktuelle Renner unter den Wuppertal-Geschenken ist die Abbildung der Skyline von Wuppertal“, sagt Fabienne André von der ISG Barmen-Werth.

Auf dem Elberfelder Weihnachtsmarkt hat es räumliche Veränderungen, viele neue Stände und ein neues Konzept gegeben. Den Umzug ihres Benefiz-Glühweinstandes vom Kasinokreisel zum Kirchplatz haben die Wuppertaler Lions jedenfalls nicht bereut. „Das Ambiente dort ist wesentlich attraktiver als am alten Standort. Wir wünschen uns, dass wir am Kirchplatz eine neue Bleibe gefunden haben“, sagt Arnd Krüger von den Lions.