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Hallenöffnung: Wuppertaler Vereine stehen in den Startlöchern

Freizeit : Hallenöffnung: Vereine stehen in den Startlöchern

Das Sportangebot soll ab dem 3. Juni schrittweise hochgefahren werden.

Seit Mittwoch ist sie da: die Nachricht für die Sportvereine in Wuppertal, dass sie ab 3. Juni in den meisten städtischen Sporthallen ihren Sportbetrieb – der wegen Corona seit Anfang März ruht – wieder aufnehmen dürfen. „Wir freuen uns, dass wir endlich den Startschuss bekommen haben und werden den Betrieb nach und nach wieder hochfahren“, sagt Michael Eckers, Vorsitzender der SSG Wuppertaler, sicher stellvertretend für viele Vereine.

Vor zwei Wochen hatte Eckers noch die fehlende Perspektive für den Sport beklagt. Denn da hatte die Stadt die nach der damaligen Coronaschutzverordnung des Landes für den 11. Mai avisierte Öffnung der Hallen wieder zurückgenommen. Widersprechende Richtlinien hatten den Schulen in den Hallen Ausschließlichkeit eingeräumt.

„Nun ist sie da, und schneller, als man gedacht hatte“, so Eckers, der gleichzeitig die Sportverwaltung und den Stadtsportbund lobt. Die hätten parallel noch einmal detaillierte Handreichungen an die Vereine geschickt, welche hygienischen und organisatorischen Auflagen nun zu beachten sind, denn ohne Auflagen geht weiter nichts.

„Jetzt heißt es Ärmel hochkrempeln und das umsetzen, was wir ja schon einmal in der Schublade hatten“, sagt Bärbel Schröder, 2. Vorsitzende des Barmer TV. Bis nächsten Mittwoch gelte es, zu überrüfen, ob auch jeder Übungsleiter die Regeln akzeptiere und in seiner Gruppe umsetzen könne. „Wir werden sicher stufenweise starten“, so Schröder, die es auch spannende findet, mit welchen Erwartungen die Mitglieder den Sport nun wieder aufnehmen. Zunächst einmal wird das nur über Registrierung für jede einzelne Stunde möglich sein.

Michael Eckers hat bereits Signale aus der Damen-Gymnastikgruppe Ü 70 erhalten, dass die Damen aufgrund des erhöhten Gesundheitsrisikos in ihrem Alter nicht vor den Sommerferien wieder einsteigen mögen.

Die Verunsicherung, auch durch sich teilweise widersprechende Verordnungen des Landes, ist groß. So ist beispielsweise der 30. Mai, ab dem zunächst auch Kontaktsport wieder möglich sein sollte, längst „kassiert“. „Seitdem gab es zwei neue Coronaschutzverordnungen. Da die allgemeinen Kontaktbeschränkungen mindestens noch bis bis 5. Juni gelten, ist die Zulassung von Kontaktsport für uns genauso wie eine Öffnung von Hallenbädern noch kein Thema“, sagt Sportamtsleiterin Alexandra Szlagowski. Sie ist froh, dass zumindest in der neuen Corona-Betreuungsverordnung die Ausschließlichkeit der Sporthallennutzung für Schulen aufgehoben sei und so auch der Vereinssport wieder möglich werde.

Ausnahmen gebe es noch für einige Hallen, die vorerst noch nur durch Schulen genutzt würden. Das sind die Gymnastikhalle/Jugendraum Küllenhahn (bis 9. Juni), die Turnhalle Haarhausen (bis 15. Juni), die Turnhalle Matthäusstraße (bis 16. Juni), die Sporthalle Wichlinghausen (bis 19. Juni) sowie die Turnhallen Neue Friedrichstraße, Kohlstraße und Bachstraße (jeweils bis 29. Juni). Für die Bäder – sowohl Hallen- als auch Freibäder – peile man Mitte Juni als Eröffnungstermin an.