Hako baut eine neue Eishalle in Vohwinkel

Hako baut eine neue Eishalle in Vohwinkel

Das bisherige Eislauf-Zelt wird durch eine Halle für Eissport und Fußball ersetzt. Zudem erweitert Hako seine bestehende Arena für Veranstaltungen.

Vohwinkel. Für Fans der schnellen Kufen ist es eine gute Nachricht: Nachdem sich die Eisbahn im Zelt neben der Hako Arena bereits seit einigen Jahren großer Beliebtheit erfreut, soll der Schlittschuhspaß demnächst wieder eine feste Heimat bekommen. Auf der Rückseite des Hako-Gebäudekomplexes an der Vohwinkeler Straße sind moderne Räume mit rund 3000 Quadratmetern Nutzfläche geplant. Neben der Eisbahn werden hier auch Hallenfußball-Plätze und eine Physiotherapie-Praxis mit Fitnessbereich entstehen. Die bisherigen Fußballplätze sollen dagegen nach einem Umbau als Veranstaltungsfläche die bisherigen Kapazitäten der Hako-Arena deutlich erweitern. Möglich wären dann Veranstaltungen mit bis zu 600 Sitzplätzen.

„Damit schaffen wir ein Angebot, das es in dieser Größenordnung in Wuppertal nicht so häufig gibt“, erklärt Hako-Event-Leiterin Inga Thiel. Anlass der Maßnahmen ist eine neue Produktionsstätte für die Firma Hako Beschlag, in deren Anlieferungsbereich die jetzige Eisbahn liegt. Das Schlittschuhlaufen ersatzlos zu streichen, kam für das Unternehmen aber nicht infrage. Sport- und Veranstaltungsangebote werden in der Hako Arena weiterhin gut angenommen. Daher entschied man sich für eine komplette Umstrukturierung und eine Erweiterung der Möglichkeiten. Demnächst sollen auch Flohmärkte und Messen in den neuen Hallen durchgeführt werden.

In das Vorhaben investiert Hako nach ersten Schätzungen zwischen einer Million und zwei Millionen Euro. Der Startschuss fällt bereits im kommenden Monat mit dem Abriss der alten Lagerhallen und dem Bau der Fundamente. Neben dem wirtschaftlichen Aspekt ist es auch ein gutes Stück Verbundenheit mit dem Stadtteil, das die Ausbaupläne befeuert hat.

„Ich bin mit einer Eishalle in Vohwinkel aufgewachsen — und es wäre doch wirklich schade, wenn es so etwas hier nicht mehr geben würde“, betont Inga Thiel. Im Wuppertaler Westen hat Schlittschuhlaufen immerhin eine lange Tradition.

Viele Jahre lang erfreute sich das Eislaufzentrum an der Kaiserstraße großer Beliebtheit, bevor es geschlossen und später durch einen Brand komplett zerstört wurde (siehe Kasten). Die alten Räumlichkeiten sind jetzt Teil des Konzepts Kaisermeile, das der Wülfrather Investor Uwe Clees für den Stadtteil entwickeln möchte. Im ehemaligen Eislaufzentrum soll dabei ein Kaufland-Supermarkt entstehen.

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