Gymnasium am Kothen: Wuppertaler Schüler ziehen um

Sanierung : Gymnasium am Kothen: Schüler ziehen um

Sommerferien um zwei Tage verlängert.

Das Gymnasium am Kothen bezieht in der kommenden Woche die neuen Räume im Westflügel des Gebäudes. Weil der Umzug, gerade der Naturwissenschaftlichen Räume, so umfangreich ist, wird der Schulbetrieb nach den Sommerferien erst zwei Tage später als normal, also am Freitag, 30. August, beginnen.

„Den größten Bauabschnitt haben wir hinter uns“, sagt Thomas Lehn vom Gebäudemanagement der Stadt (GMW). Bei der umfangreichen Sanierung der Schule im Barmer Süden habe es viele Verzögerungen gegeben, weil einzelne Handwerksfirmen später als geplant mit der Arbeit fertig wurden und sich in der Folge anschließende Arbeiten nach hinten verschoben haben. Ursprünglich sollte der erste Bauabschnitt bereits Ende 2018 abgeschlossen sein. Zwei weitere Bauabschnitte folgen.

Fachräume und acht Klassen
kehren in den Westflügel zurück

Für die Schule ist die Rückkehr in den Westflügel, der mit 6500 Quadratmeter Bruttogeschossfläche den größten Flügel des Gymnasiums darstellt, ein Grund zur Freude. Mit dem neuen Schuljahr stehen der Schule nun neue naturwissenschaftliche Fachräume zur Verfügung, die vorher seit mehr als 30 Jahren nicht mehr erneuert worden waren. Auch Musik- und Kunsträume befinden sich im Westflügel.

Doch das Ende der einen Baustelle ist am Gymnasium am Kothen der Beginn der nächsten. Nahtlos gehen die Arbeiten am Ostflügel, dem zweiten Bauabschnitt weiter. Daher ist die Schule auch weiterhin auf die Ausweichräume im Berufskolleg und in Containern angewiesen. „Insgesamt stehen uns aber jetzt wieder mehr Fachräume zur Verfügung“, sagt Lehrer Andreas Kölling aus der Schulverwaltung. Es werde darauf geachtet, dass gerade die jüngeren Schüler der 5. und 6. Klassen kurze Wege haben und im Hauptgebäude untergebracht sind. Daher kehren mit dem neuen Schuljahr acht Klassen zurück an den Westflügel.

Die angestiegenen Anforderungen des Brandschutzes hatten die Stadt zum Handeln gezwungen. Für die Schule wurde die Maßnahme, die noch bis 2021 dauern soll, praktisch eine Grundsanierung. Die Gebäude und die damit verbundene Infrastruktur stammen noch aus den 60er Jahren. 18,5 Millionen Euro fließen in die laufende Sanierung. Davon kommen zwölf Millionen Euro aus dem Landesprogramm „Gute Schule 2020“ und 3,1 Millionen Euro aus der Bildungspauschale des Landes. Den Restbetrag trägt die Stadt.

Laut Lehrer Kölling war der verspätete Schulanfang übrigens vollkommen planmäßig und seit Januar bei der Schulaufsicht bekannt, die den Unterrichtsausfall genehmigt hat. Alle anderen Wuppertaler Schulen starten nach Angaben des GMW pünktlich am Mittwoch, 28. August, ins neue Schuljahr.

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