Gute und böse Arge-Kundschaft

Gute und böse Arge-Kundschaft

In Wuppertal sind rund 45 000 Menschen auf Sozialleistungen angewiesen. Eine bedrückende Zahl - zumal gut 12 000 davon Kinder sind. Und es ist erschreckend, dass mehr als 6000 Menschen trotz Arbeit ihre Familie nicht versorgen können.

Bei diesen Zahlen ist es kein Wunder, dass es unter den sogenannten Leistungsbeziehern auch schwarze Schafe gibt, die das System schamlos ausnutzen. 100 ertappte Hartz IV-Betrüger sind eine Menge, und es wären sicher noch mehr, würde die Arge mit mehr als vier Mitarbeitern vor Ort kontrollieren.

Diese Arge-"Kunden" sind es, die das Ansehen jener erwerbslosen Menschen beschädigen, die nach Arbeit suchen und trotz Arbeitslosigkeit einen Beitrag in und für unsere Stadt leisten. Denn auch 100 "Sozial-Schmarotzer" ändern nichts an der Tatsache, dass viele Hartz-IV-Bezieher eben nicht auf der faulen Haut liegen, sondern in Ein-Euro-Jobs arbeiten, sich ehrenamtlich engagieren oder sich weiterqualifizieren. Ohne diese Menschen wären viele Projekte kaum möglich: der Trassenbau, die Stadion-Tribüne oder der Bau des Mehrgenerationenhauses an der Münzstraße.

volo.wuppertal@westdeutsche- zeitung.de

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