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Gute Aussichten für eine Samba-Anbindung in Wuppertal

Verkehr : Gute Aussichten für eine Samba-Anbindung

Den Radweg zur Ortsmitte und andere Projekte in Cronenberg besichtigte die SPD.

Es tut sich etwas in Cronenberg – das wollte die SPD deutlich machen. Und ließ auf einem Rundgang durch den Stadtteil Stadtplanerin Tanja Hühner und Rolf Tesche vom Cronenberger Heimat- und Bürgerverein laufende Projekte erläutern.

Wer über die Sambatrasse in die Ortsmitte fährt, muss bisher einen Schwenk über die Kuchhauser und die Amboßstraße, dann in die Holzschneiderstraße fahren. Bequemer und sicherer wäre es, wenn Radler direkt am alten Bahnhof auf die Holzschneiderstraße wechseln könnten. Der Bahnhof war daher erste Station auf dem Rundgang mit etwa 30 Teilnehmern, den Klaus Jürgen Reese, Chef der SPD-Ratsfraktion, moderierte. Auch Oberbürgermeister Andreas Mucke (SPD) ließ sich dabei informieren.

Die Stadtplaner hielten diese Radwegführung für eine gute Idee, erklärte Tanja Hühner – wenn die Eigentümer des Geländes mitmachen. Auf der Holzschneiderstraße könne dann das Radfahren in beide Richtungen erlaubt werden, vielleicht könne sie zur Fahrradstraße werden. An der Einmündung der Holzschneiderstraße auf die Hauptstraße könnte eine Mittelinsel Radlern die Querung der Hauptstraße erleichtern. Die Stadt sei dabei, eine Planung zu erarbeiten.

Teilnehmer mahnten, die neue Spurführung zu beachten, die zur Eröffnung des Discounter-Neubaus an der Amboßstraße geplant sei. Zu diesem Neubau erklärte Stadtentwickler Rüdiger Bleck: „Er soll zur Straße ein Gesicht haben, das soll nicht einfach nur ein Kasten werden.“ Der Investor habe deshalb einen Architekten beauftragt.

Stadt erhofft sich von neuem Discounter positive Effekte

Vom Discounterneubau erwartet die Stadt positive Effekte für den Einzelhandel. Dem gehe es vergleichsweise gut, betonte Tanja Hühner. In anderen Stadtteilen gebe es wesentlich mehr Leerstand. In Cronenberg fänden sich bisher stets Neunutzungen für geschlossene Geschäfte. Ein Beispiel dafür ist das geplante Mehrgenerationenhaus, bei dem die Betreiber auf schnelle Baugenehmigungen hoffen. OB Mucke kündigte mit Blick auf den Einzelhandel an, Cronenberg der Wirtschaftsförderung ans Herz zu legen. Sie könne helfen, neue Nutzungen zu finden.

Rolf Tesche vom Bürgerverein erinnerte daran, dass es für die Verkehrsführung in der Ortsmitte 40 Jahre alte Pläne gebe, dass sie jetzt auf Geld für neue Planungen hoffen – um den Ortskern attraktiv zu halten. Er betonte: Cronenberg wachse, es werde gebaut, deshalb gebe es mehr Verkehr. „Doch die Infrastruktur wächst nicht.“

Der Rundgang führte auf den Platz hinter der reformierten Kirche, den die Gemeinde und der Heimat- und Bürgerverein umgestalten wollen (die WZ berichtete). Hier erläuterte Rolf Tesche die Pläne – vom Abriss des „Kleinen Hauses“ über eine Pergola Richtung TiC-Theater bis zur Pflasterung. Die Steine dafür liegen schon bereit. Mucke stellte in Aussicht, die Pflasterarbeiten könnten mit Hilfe des Jobcenters unterstützt werden: „Das kriegen wir hin.“

Er erklärte zudem: „Ich finde spannend, was auf den Weg gebracht wurde.“ Er wisse, dass einige Themen schon seit Jahrzehnten diskutiert werden: „Ich verstehe, dass die Cronenberger den Kaffee aufhaben.“ Es gebe in Cronenberg viel Engagement, „das wollen wir aufgreifen, dem wollen wir entgegenkommen“. Er habe auch Verständnis für den Wunsch zur Umgestaltung des Verkehrs: „Langfristig muss sich verkehrlich etwas ändern. Man braucht eine Straße, die einladend ist.“

Zum Ausklang mit Brötchen und Getränken ging es in die Kulturschmiede, deren Arbeit Oliver Wagner, SPD-Bezirksvertreter und Mitglied des Betreibervereins, vorstellte. Dieser habe die ehemalige Schmiede umgebaut in einen Veranstaltungsraum für bis zu 50 Personen. Etwa sechs bis acht Veranstaltungen in den Bereichen politische Bildung, Musik und Literatur sowie Nachbarschaftstreffen fänden hier statt.