Güterstraße bleibt bis März gesperrt

Güterstraße bleibt bis März gesperrt

Alte Leitungen verzögerten die Arbeiten. Die Moritzstraße ist wieder geöffnet.

Arrenberg. Anwohner und Gewerbetreibende sind genervt, weil Baustellen das Viertel nur schwer zugänglich machen. Jetzt gibt es etwas Erleichterung: Die Moritzstraße ist wieder befahrbar. Aber die Güterstraße bleibt bis Ende März gesperrt. Und die Kabelstraße wird wohl bis 2020 nur einspurig nutzbar bleiben.

„Eine Vollkatastrophe“, nennt Kerstin Klinkenberg von der Autovermietung Dürdoth an der Ecke Güterstraße/Viehhofstraße die Sperrungen. Sicher habe der eine oder andere Neukunde den Weg zu ihnen nicht gefunden. Für sie besonders ärgerlich: Fahrten zur Tankstelle „dauern jetzt eine halbe Stunde“.

Unternehmer Jörg Heynkes, Inhaber der Villa Media, stöhnt ebenfalls: „Das Quartier ist komplett abgesperrt. Wenn wir raus wollen, müssen wir zehn Minuten um den Zoo herum fahren. Das ist ein Wahnsinnsumweg.“ Er berichtet davon, dass Lkw immer wieder in den 90-Grad-Kurven der Gleisbrücke zwischen Tiergartenstraße und Simonsstraße stecken bleiben. Er weiß, dass die Baustellen sein müssen, aber er wünscht sich, dass alles schneller vonstatten gehen.

Das sei nicht möglich, sagt Stadtwerke-Sprecher Holger Stephan. Für mehr als einen Bautrupp sei es an der Güterstraße und auch an der Moritzstraße zu eng. Eine Alternative zur Vollsperrung habe es an der Moritzstraße nicht gegeben, weil das Rohr, an das die Anlieger angeschlossen werden, mitten in der Straße lag. Die Arbeiten sind jetzt fertig.

Noch etwas dauern wird es an der Güterstraße, wo die Fernwärmeleitung verlegt wird. Die Verzögerung entstand, so Holger Stephan, weil die Arbeiter in der Straße auf alte, nicht verzeichnete Strom-, Gas- und Wasserleitungen stießen, die erst verlegt werden mussten. Wenn die Stadtwerke Ende März fertig sind, ist die Stadt an der Reihe, neuen Asphalt zu verlegen.

Die Stadt ist auch zuständig für die Kabelstraße, wo es Brückenschäden gibt. Wegen der knappen Ressourcen bei der Stadt ist mit einer Reparatur „nicht vor 2020“ zu rechnen.