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Vohwinkel: GS Nathrather Straße zieht im Sommer um

Vohwinkel : GS Nathrather Straße zieht im Sommer um

Schulgebäude Elfenhang soll von Vereinen und Gruppen genutzt werden können.

In nur wenigen Wochen ist die Zeit des provisorischen Standorts der Grundschule Nathrather Straße am Elfenhang beendet. Während der Sommerferien soll der Umzug ins neu errichtete Schulgebäude stattfinden. Nach rund zweijähriger Bauzeit sind die Arbeiten an der Nathrather Straße so gut wie abgeschlossen. Für Schüler, Lehrer und Eltern ist das eine gute Nachricht. Damit stellt sich allerdings die Frage, was mit dem Gebäude Elfenhang passieren soll.

In den vergangenen Jahren diente es bei mehreren Schulsanierungen als Ausweichquartier. Für die kommenden Bauprojekte im Bildungsbereich ist der Standort allerdings entweder zu klein oder ungünstig gelegen. Mittel- und langfristig soll der Elfenhang zwar selbst wieder zur regulären Grundschule werden. Bis es soweit ist, dürfte allerdings noch viel Zeit vergehen – zumal am Gebäude ein erheblicher Sanierungsbedarf besteht. Um einen langen Leerstand zu vermeiden plant die Stadt eine Zwischennutzung durch Vereine, Einrichtungen und Nachbarschaftsinitiativen. Dazu soll es nach dem Umzug der Grundschule Elfenhang konkrete Überlegungen geben.

„Wir sind im Moment noch in Gesprächen mit den verschiedenen Interessenten“, sagt Sebastian Goecke von der Stadt. Er ist für den Bereich Ehrenamt und Projekte im Ressort Zuwanderung und Integration zuständig. Denkbar sei etwa eine Kooperation mit der Offenen Tür Höhe, der Flüchtlingshilfe Wuppertal-West oder der Kindertafel Vohwinkel. „Wir stoßen auf großes Interesse, und der Bedarf ist da“, so Goecke. Mit dem Ansatz könne einem längeren Leerstand am Elfenhang entgegengewirkt werden. In der Vergangenheit gab es hier unter anderem Vandalismus. Auch Thomas Lehn vom Gebäudemanagement unterstützt die Pläne. „Es muss allerdings klar sein, dass es sich hier nur um eine Zwischenlösung handeln kann“, betont er. Auf absehbare Zeit werde das Gebäude wieder für den regulären Schulbetrieb benötigt. In diesem Fall sei vorher eine gründliche Sanierung notwendig. Unter anderem entspreche der Zuschnitt der Räume nicht mehr den heutigen Anforderungen. Der Zeitrahmen einer künftigen Sanierung sei noch offen.

Die Grundschule im Vohwinkeler Norden wurde vor genau zehn Jahren geschlossen. Die Entscheidung fiel damals aufgrund von zu geringen Anmeldezahlen. Eine Rolle spielten aber auch massive Sprachprobleme der Schüler. Laut der damaligen Schulleitung sei ein normaler Schulunterricht dadurch nicht mehr möglich gewesen.