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Grundschule fordert Zebrastreifen

Grundschule fordert Zebrastreifen

Die GGS Nützenberg verleiht ihrem Wunsch mit einer Kunstaktion Nachdruck.

Nützenberg. In der Ganztagsgrundschule am Nützenberg kam es gestern zu einer außergewöhnlichen Aktion: Um auf das Thema Verkehrssicherheit für Kinder aufmerksam zu machen, wurde ein 3D-Zebrastreifen auf dem Schulhof der Grundschule installiert. In Zusammenarbeit mit der Straßenkünstlerin Frederike Wouters entstand das Projekt.

„Es ist eine politische Aktion, um auf die Missstände der Verkehrssicherheit aufmerksam zu machen“, sagt Wouters. Es solle die Autofahrer dazu verleiten, ihre Geschwindigkeit zu reduzieren und abzubremsen. „Es ist zwar eine Tempo-30-Zone, aber trotzdem gibt es vor allem morgens in der Kyffhäuserstraße viel Verkehr“, weiß Richard Voß, Schulleiter der GGS Nützenberg. Insgesamt 330 Kinder gehen dort zur Schule, rund 200 davon überqueren mehrmals täglich die Straße, um zu ihrer Mittags- oder Ganztagsbetreuung zu gehen. Auch wenn das immer unter Begleitung geschehe, solle ein Zebrastreifen für zusätzliche Sicherheit sorgen — denn aktuell gibt es dort keinen. Doch der Wunsch, dass ein Zebrastreifen in der Kyffhäuserstraße installiert wird, ist groß. „Durch die Aktion erhoffen wir uns den Zebrastreifen, so dass die Kinder sicher in die Schule kommen“, sagt Voß. Der Zebrastreifen solle nur als Hilfe für die Kinder dienen. Beim Überqueren der Straße müssten die Schüler dennoch selber aufpassen. Auch die Bezirksdienstbeamtin Kornelia Römer unterstützt das Projekt und rät: „Die Eltern sollten woanders parken, außerhalb des Schul-Radius‘. So könnte die Situation entschärft werden.“

Die Aktion ist eine Initiative der Bezirksvertretung der Grünen, der GGS Nützenberg und des Ganztags. Die Bezirksvertretung unterstützt das Projekt sowohl finanziell als auch ideell. Gabriele Mahnert (Grüne) sieht dringenden Handlungsbedarf im Verkehrskonzept: „Die Stadt baut immer mehr Kindertagesstätten, die Sicherheit bleibt aber nachrangig.“ Die Bezirksvertretung wünscht sich von der Stadt eine erneute Installation des Gremiums für Verkehrssicherheit und mehr Wahrnehmung der Sicherheit im Verkehr für Kinder.