Oberbarmen Grüne wünschen sich öffentliche Urinale in Wuppertal

Wuppertal · Zum Schutz vor Wildpinklern.

 Mit dem beschlossenen Antrag der Grünen beauftragt die Bezirksvertretung Oberbarmen nun die Stadtverwaltung, die Installation von Urinalen an den gewünschten Standorten am Bahnhof Wichlinghausen und am Wupperfelder Markt zu prüfen.

Mit dem beschlossenen Antrag der Grünen beauftragt die Bezirksvertretung Oberbarmen nun die Stadtverwaltung, die Installation von Urinalen an den gewünschten Standorten am Bahnhof Wichlinghausen und am Wupperfelder Markt zu prüfen.

Foto: Fries, Stefan (fri)

Mit einem Prüfantrag in der Bezirksvertretung Oberbarmen setzen sich die Grünen für die Installation von Urinalen am ehemaligen Bahnhof Wichlinghausen und am Wupperfelder Markt ein. In ihrer Begründung erklärt Antragstellerin Susanne Fingscheidt, dass sich Anwohner, Engagierte und Nutzer der Nordbahntrasse ebenso wie Menschen in Oberbarmen vermehrt über „Wildpinkler“ beschweren. Dabei handele es sich in der Regel um Männer. Die Unterführung am hinteren Bahnhofausgang sei beispielsweise aus Geruchsgründen kaum noch nutzbar.

„Die Initiative zu dem Antrag ging eigentlich von Anwohnern der Sternstraße aus“, berichtet Susanne Fingscheidt im Gespräch mit der WZ. „Laut den Anwohnern verschwinden vielfach Leute in diversen Hauseingängen, um dort zu pinkeln.“ Urinale an viel frequentierten Plätzen könnten nach Ansicht der Bezirksvertreterin Abhilfe schaffen.

„Es gibt Urinale, die relativ schlicht sind. Ich habe solche Urinale in Paris gesehen, da dienten zwei miteinander verschränkte Wände als Sichtschutz.“ Solche Urinale seien kostengünstiger als aufwendigere Toiletten. „Ich hoffe, dass die Finanzierung dadurch nicht so ins Kraut schießt.“ Bezahlt werden könnten die Urinale beispielsweise aus Mitteln des Gemeindefinanzierungsgesetzes. „Das ist meine Hoffnung“, erklärt Susanne Fingscheidt.

Die Grünen-Politikerin verweist auch darauf, „dass wir schon sehr lange über öffentliche Toiletten diskutieren. Es gibt viel zu wenige davon im Stadtgebiet.“ Der Verweis auf Gastronomiebetriebe, die sich in der Nähe der im Antrag genannten Standorte befinden, oder auf Einrichtungen wie den Bob-Campus ziehe nicht, „denn einerseits kennen wir alle die Auswirkungen von ungehemmter Nutzung von Toiletten in gastronomischen Betrieben, was den Betrieben keinesfalls zugemutet werden kann“. Zudem wären diese Alternativen auch nur während der Geschäftszeiten verfügbar. „Das Wildpinkeln geschieht jedoch häufig in den Abendstunden.“

Mit dem beschlossenen Antrag der Grünen beauftragt die Bezirksvertretung Oberbarmen nun die Stadtverwaltung, die Installation von Urinalen an den gewünschten Standorten am Bahnhof Wichlinghausen und am Wupperfelder Markt zu prüfen und zu klären, welche Kosten mit der Aufstellung verbunden wären. tö

(Red)
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