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Grüne haben Zehn-Punkte-Plan für die Verkehrswende

Mehr Geld für Radfahrer, eine Umweltspur und die autofreie Innenstadt : Grüne haben Zehn-Punkte-Plan für die Verkehrswende

Die Grünen setzen kurz vor Ende des Wahlkampfs auf das Thema Verkehr - denn in der Infratest dimap Umfrage war das das wichtigste Thema für die Bürger.

Die Grünen legen den Fokus auf Verkehr. Yazgülü Zeybek, Spitzenkandidatin für den Rat, sagt, sie sei im Wahlkampf immer wieder auf das Thema angesprochen worden: Unsicherheit auf dem Rad, fehlende Radwege, der Schwebebahnausfall. Das spiegele sich auch in der Umfrage von Infratest dimap, die kürzlich erschien. 25 Prozent der Wähler haben Verkehr als wichtigstes Thema benannt.

Jetzt haben die Grünen das Thema nochmal in den Blickpunkt gerückt und „zehn Punkte zur Verkehrswende“ veröffentlicht – zusammengefasst aus dem Wahlprogramm.

Der wichtigste Punkt sei, die Schulwegsicherheit zu erhöhen - weil die Zahl verunglückter Kinder in Wuppertal zu hoch sei. Das soll etwa über die konsequente Ahndung des Parkens auf dem Gehweg passieren: „Ein Gehweg ist ein Gehweg – und kein Parkplatz“, heißt es im Programm.

Die Grünen wollen abseits der Hauptstraßen Tempo 30 zur Regelgeschwindigkeit machen. Sie wollen mehr vernetzte Mobilitätskonzepte wie auf dem Ölberg - wo Fahrradgaragen, Carsharing, Taxen und Busse verbunden sind. Solche Konzepte hülfen mehr gegen Stau als Projekte wie der Ausbau der L419, heißt es.

Dem Radverkehr soll mehr Geld gewidmet werden – bis zu 15 Euro pro Anwohner und Jahr. Aktuell sind es 2,60 Euro.

Die Grünen wollen eine Umweltspur auf der Talachse – und eine gerechte Aufteilung der Wege, die nicht das Auto bevorzugt.

Der ÖPNV soll per solidarischem Bürgerticket finanziert werden. Dafür soll das Land einem Modellversuch zustimmen.

Um die Innenstadt zu beleben, soll sie weitgehend autofrei werden, um Grünflächen auszuweiten und öffentliche Plätze zu beleben – „und den Einzelhandel zu stärken“.

Dass die anderen Parteien vieles davon nicht wollen, weiß Zeybek. „Erstens wollen wir einen neuen OB, mit dem wir solche Themen angehen.“ Zweitens hätte das Bündnis mit der CDU gezeigt, dass sich für verschiedene Ideen verschiedene Partner im Rat finden ließen, so Zeybek. Wichtig sei für die Durchsetzung der Ideen aber, stärkste Kraft zu werden. ecr