Großrazzia gegen Schwarzarbeit in Wuppertal und mehreren NRW-Städten

300 Einsatzkräfte : Großrazzia gegen Schwarzarbeit in Wuppertal und mehreren NRW-Städten

Zwei Männer und eine Frau sind am Dienstag von Spezialkräften der Polizei festgenommen worden. Sie sollen mit organisierter Schwarzarbeit einen Millionenschaden angerichtet haben.

Mit einer Großrazzia sind Zoll und Staatsanwaltschaft in Nordrhein-Westfalen gegen organisierte Schwarzarbeit am Bau vorgegangen. Rund 300 Beamte seien am Dienstag im Einsatz gewesen und hätten 25 Objekte durchsucht, teilte die Wuppertaler Staatsanwaltschaft mit. Durchsucht wurde in Wuppertal, Bergheim, Solingen, Mettmann und Köln. Der bislang absehbare Schaden liege im einstelligen Millionenbereich.

Verdächtigt wird eine Gruppe von sechs Männern und zwei Frauen im Alter von 25 bis 40 Jahren wegen international organisierter Schwarzarbeit im Baugewerbe. Es sei umfangreiches Beweismaterial sichergestellt worden. Bei einem Beschuldigten sei zudem eine scharfe Schusswaffe samt Munition entdeckt worden.

Die drei Hauptverdächtigen, zwei 36 und 37 Jahre alte Männer sowie eine 37 Jahre alte Frau, seien in ihren Wohnungen verhaftet worden. Sie sollen unter dem Deckmantel einer nach außen seriös auftretenden Baufirma Aufträge von renommierten Bauunternehmen angenommen haben.

Die 150 vorwiegend aus Südosteuropa stammenden Bauarbeiter seien dabei mit viel zu geringen Löhnen oder gar nicht bei den Sozialkassen angemeldet worden. An der Aktion seien Spezialkräfte des Zolls beteiligt gewesen. Dem Einsatz seien langjährige Ermittlungen des Zolls vorausgegangen.

(dpa)
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