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Großbaustelle: Kiesbergtunnel wird 2012 komplett gesperrt

Großbaustelle: Kiesbergtunnel wird 2012 komplett gesperrt

Noch in diesem Jahr sollen die Arbeiten am Westportal beginnen und 2011 erledigt werden, bevor der gesamte Tunnel saniert wird.

Wuppertal. Die Zeichen verdichten sich, dass parallel zum Umbau am Döppersberg wenige Kilometer entfernt der Kiesbergtunnel auf Vordermann gebracht wird. Das wäre mit einer Bauzeit von etwa zwei Jahren, einer Vollsperrung und mit Baukosten von mindestens 22 Millionen Euro verbunden. Starttermin ist nach Angaben des Landesbetriebs Straßen nach aktueller Planung nun Anfang 2012, heißt es auf WZ-Nachfrage.

Wie berichtet, gab es in den vergangenen Jahren immer wieder mal Pläne, den chronisch feuchten Straßentunnel vollständig zu entkernen und endlich so abzudichten, dass er auf Dauer gesichert ist. Eine umfangreiche Sanierung, die von 1997 bis 2000 gut sechs Millionen Euro gekostet hat, zeigte nicht den gewünschten Erfolg, wie man es beim Landesbetrieb vor gut fünf Jahren zähneknirschend eingeräumt hat.

Wiederholt wurde nachgebessert - mit dem Bau eines dritten Flucht-Treppenhauses (für gut 800.000 Euro) und mit dem Abfräsen der schadhaften Betonverkleidung am Westportal des Tunnels in Fahrtrichtung Sonnborn. Kosten: gut 80.000 Euro. Hinzu kam die Montage eines neuen Heizsystems, um Eisschlag durch Feuchtigkeit im Tunnel zu verhindern. Auch gibt es im Kiesberg regelmäßig Fehlalarm.

Dass für die nunmehr große Lösung 22 Millionen Euro ausreichen, ist nicht mehr sicher: Mittlerweile gelten europaweit strengere Richtlinien für Straßentunnel-Anlagen, wie sie auch schon im Burgholz-Tunnel und in den beiden Betongalerien an der A 46 umgesetzt werden mussten.

Umso wichtiger ist bei einer Tunnelbaustelle dieses Kalibers die Abstimmung mit der Stadt, die, wie berichtet, im Zuge des Döppersberg-Umbaus auch die Bahnhofstraße sperren wird.

Diese Gespräche führe man nun, heißt es beim Landesbetrieb: Nach einer Untersuchung biete sich die A 46 und die B 7 als Umleitung an. Um die Belastung zeitlich in Grenzen zu halten, sollen die Arbeiten in der Bahnhofstraße und im Kiesberg parallel erledigt werden. Zunächst sollen noch 2010 Arbeiten am Westportal starten: Vor dessen Stützwand wird eine zweite gesetzt und mit 16 Meter langen Nägeln im Fels fixiert. Bauzeit: ein Jahr. Der Verkehr soll nicht betroffen sein.