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Gläubiger des Wuppertaler SV stimmen dem Insolvenzplan zu

Fußball-Regionalliga : WSV-Gläubiger stimmen Insolvenzplan zu

Nur eine Gegenstimme. Der Verein kann ohne Schulden in die Zukunft blicken. Am Montag wird das Gericht die offizielle Entscheidung verkünden.

Der Termin am Freitagmorgen vor dem Wuppertaler Amtsgericht dauerte nur 40 Minuten. Dann war klar, dass die Gläubiger des Wuppertaler SV dem Insolvenzplan des Vereins mit überwältigender Mehrheit zustimmen. Es gab lediglich eine Gegenstimme bei insgesamt 71 Gläubigern, wie WSV-Vorstandsmitglied Ulrich Zerrath der Westdeutschen Zeitung am Freitag nach dem Gerichtstermin verriet. Zerrath hatte für den WSV die Insolvenzangelegenheiten - dem Verein war erlaubt, das Verfahren im laufenden Regionalliga-Betrieb in Eigenregie durchzuführen - übernommen. Er betonte noch einmal, dass es in Rekordzeit durchgeführt werden konnte, und den Gläubigern mit sechs Prozent außerdem eine höhere Quote hatte angeboten werden können als bei anderen Vereinen in ähnlichen Verfahren. Dies, genau wie die Fortführung des Spielbetriebs sei nur durch die finanzielle Unterstützung von Friedhelm Runge möglich gewesen.

Insgesamt waren im Insolvenzplan Verbindlichkeiten von 1,85 Millionen Euro ausgewiesen worden. Wenn das Gericht die Entscheidung vom Freitag auch formell bestätigt - Verkündungstermin ist am Montag um 14.30 Uhr - ist der WSV offiziell schuldenfrei.