Demonstration : „Ghostride“ erinnert an Fahrradunfall

Demonstration : „Ghostride“ erinnert an Fahrradunfall

Im Juni war ein Radfahrer ums Leben gekommen. Weiße Räder dienen als Mahnung.

Mit einem „Ghostride“ hat der Verein Fahrrad-Stadt Wuppertal am Donnerstag an einen tragischen Unfall erinnert. Am 15. Juni wurde auf der Straße Wahlert ein Radfahrer getötet. „Zur Erinnerung und Mahnung“ hat der Verein im Anschluss an eine Demo ein Geisterrad aufgestellt. Die weiß lackierten Geisterräder seien Mahnmale und Erinnerungsort zugleich.

Bei dem Unfall im Juni war ein 44-jähriger Solinger ums Leben gekommen. Laut Polizeibericht war auf der Straße Wahlert eine 74-Jährige mit ihrem Porsche aus Richtung Kohlfurth bergauf unterwegs. Aus ungeklärter Ursache erfasste sie den Fahrradfahrer. Der Mann stürzte und zog sich trotz eines Helms schwere Kopfverletzungen zu, denen er noch an der Unfallstelle erlag.

Der Fall beschäftigt die Staatsanwaltschaft Wuppertal, die Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung dauern an. „Überhöhte Geschwindigkeit hat keine Rolle gespielt, die Fahrerin war auch nicht durch ein Handy abgelenkt“, sagte Oberstaatsanwalt Wolf-Tilman Baumert. Es handele sich offenbar um ein sogenanntes Augenblicksversagen – mit tragischen Folgen für den Radfahrer.

Die Bezirksvertretung Cronenberg hatte nach dem Unfall von der Verwaltung gefordert, „in Zusammenarbeit mit Straßen NRW für die Solinger Straße zwischen Kohlfurther Brücke und Wahlert bis zum Ortseingang Cronenberg eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 70 Stundenkilometern einzurichten“. Red

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