Neuveröffentlichung Gert Kapo tritt mit erstem eigenem Album in Wuppertal auf

Wuppertal · Vor allem seine Albanischen Wurzeln dringen musikalisch durch.

 Mehrere Jahre hat Gert Kapo an seinem eigenen Album gefeilt. Ein zweites hat er bereits im Kopf.

Mehrere Jahre hat Gert Kapo an seinem eigenen Album gefeilt. Ein zweites hat er bereits im Kopf.

Foto: Karl-Heinz Krauskopf

Nachdem Pianist und Komponist Gert Kapo seit vielen Jahren die Musik anderer produziert, erschien nun auch sein erstes eigenes Album „Amanet“ unter dem Label „Royal Street Records“. Hier blickt er auf viele Jahre Musikerfahrung und kulturellen Austausch im Bereich Klassik, Jazz, Impro, Fusion, Rock und albanischer Traditionsmusik zurück, die seinen Musikstil prägen.

Bereits vor zehn Jahren dachte Kapo intensiv über ein eigenes Album nach, doch es ergab sich keine Gelegenheit, die sich für ihn richtig anfühlte. Während der Corona-Pandemie fand er die Zeit, sich intensiv mit sich selbst und seiner Musik auseinanderzusetzen, was letztlich den Weg zum neuen Album ebnete. „Ich habe das Gefühl, nun als Künstler so weit zu sein, dass ich mich auf eine Weise ausdrücken kann, die ich als adäquat betrachte. Irgendwann wurde der Drang, Musik zu schaffen größer, als nur klassische Musik zu spielen“, erklärt Kapo. Im Winter 2020 begann Kapo mit der Produktion seines Solodebüt-Albums, was er sich durch mehrere Corona-Künstler-Stipendien finanzierte. Im Frühjahr 2022 begannen dann die Aufnahmen im Tonstudio, gemeinsam mit anderen renommierten Musikern wie Armin Alic, Roland Peil, Hayden Chisholm und Nenad Gajin. Letztes Jahr folgten schließlich die Post-Produktion, Cover-Gestaltung und letzte Feinschliffe.

Obwohl Kapo diesen Prozess bereits viele Male für andere Künstler durchlaufen hat, bringt das eigene Album ganz andere Gefühle bei der Veröffentlichung hervor. „Es ist wie nach einem schönen Konzert, nur dass das schöne Gefühl bleibt“, beschreibt der Musiker. Bereits vor zehn Monaten begann Kapo einige Singles zu veröffentlichen, deren Resonanz ihm Lust auf mehr machte – auch ein zweites Album hat er bereits im Kopf.

Seine Liebe zu unterschiedlichen Kulturen, die sich im Album widerspiegeln, entwickelte sich vor allem während seines Musikstudiums. Dort lernte er verschiedene Künstler kennen, die alle ihren eigenen Stil oder Schwerpunkt verfolgten. „Nachdem ich aus Albanien nach Deutschland kam, öffnete sich plötzlich eine ganz neue Welt für mich. Es drang nur wenig westliches Kulturgut nach Albanien durch“, erzählt Kapo.

Der Einfluss seiner Wurzeln ist im Album jedoch deutlich spürbar. „Amanet“ ist der albanische Begriff für „Schatz“ oder „Wert“. Es kann jedoch im weiteren Sinne auch bedeuten, dass Wissen von einer Generation an die andere weitergegeben wird. Letzteres kann sich auch auf traditionelle Musik beziehen, weshalb das Stück „Amanet“ auf dem albanischen Volkslied „A Kane uje ato burime“ basiert, was so viel bedeutet wie „Enthalten diese Quellen Wasser“. Es ist Kapos Lieblingslied aus der Kindheit, das er auf seinem Album neu interpretiert. „Es ist mir ein großes Anliegen, Musik und kulturelle Einflüsse zu erhalten und auszubauen. Es ist eine schnelllebige Branche. Vielleicht müssen wir alle mal etwas auf die Bremse drücken. Umso dankbarer bin ich für die Unterstützung, die mir durch meine Familie, Freunde und Kollegen zu Teil wird“, erklärt Kapo.

Fans können sich auf insgesamt drei Release-Konzerte freuen, unter anderem am 15. September um 18 Uhr auf der INSEL in Wuppertal. Kapo hofft, weitere Termine 2025 hinzufügen zu können. Das Album kann auf den üblichen Streaming Plattformen gehört werden, es ist aber auch als CD über Kapos Website verfügbar.