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Gemüse aus dem Kulturkindergarten in Wuppertal gestohlen

Trotz des Rückschlags gibt es bereits Pläne für neue Projekte : Gemüse aus dem Kulturkindergarten gestohlen

Trotz des Rückschlags gibt es bereits Pläne für neue Projekte.

Statt lachenden Gesichtern gab es jetzt Enttäuschung im Kulturkindergarten: Unbekannte haben das Gemüse aus dem Garten der Kindertagesstätte an der Juliusstraße gestohlen – und die Kinder um den Lohn ihrer Arbeit gebracht.

„Wir gehen davon aus, dass jemand Bedarf an Lebensmitteln hatte, um seinen eigenen Hunger zu stillen“, sagt Joachim Heiß, Geschäftsführer der Alten Feuerwache und Verantwortlicher des Kulturkindergartens, betrübt. „Wir hätten Lebensmittel bereitgestellt, wenn uns jemand angesprochen hätte.“ Laut Heiß könne man Tiere ausschließen, denn es seien Fußspuren im Lehm gefunden worden. Außerdem wurde ein alter Holztisch verrückt und vor das Gewächshaus gestellt, um dort hinein zu gelangen. Der Tisch hielt jedoch nicht stand und zumindest die Tomaten im Gewächshaus blieben verschont. Gestohlen wurden Kürbisse, Wirsing und Quitten.

Trotzdem schon neue Pläne: Tiere und neue Kooperationen

„Ich bin erstaunt, dass jemand über einen 1,80 Meter hohen Zaun klettert, um Lebensmittel zu stehlen, statt um Hilfe zu bitten“, sagt Heiß. Die Kinder seien traurig, dass ihre Ernte jetzt ausfallen muss. Zehn bis zwölf Kinder des Kulturkindergartens haben die Kürbisse angepflanzt, 30 bis 40 Kinder, die nachmittags am pädagogischen Konzept der Alten Feuerwache teilnahmen, waren für Wirsing und Quitten verantwortlich. „Leider können wir jetzt nichts neues mehr anpflanzen“, sagt Heiß.

Doch der Geschäftsführer richtet seinen Blick trotzdem optimistisch nach vorn. „Wir wollen unser pädagogisches Konzept weiter ausbauen und überlegen, ob wir Tiere, zum Beispiel Hühner, anschaffen können.“ Auch sei eine Ausweitung der Gärten und eine Kooperation mit anderen Partnern in Planung. „Hier werden die Kinder an die Natur herangeführt. Es ist ein tolles pädagogisches Konzept und wir möchten das unbedingt noch erweitern.“ Heiß beobachtet, dass sich „die Kinder im Kulturgarten öffnen und zur Ruhe kommen“.

Der Kulturkindergarten wurde durch die Spenden des Kinderbuchautors Wolf Erlbruch und der Winzig Stiftung ermöglicht.