Gemarke-Wupperfeld: Es bleibt nur eine Kirche übrig

Gemarke-Wupperfeld: Es bleibt nur eine Kirche übrig

Die Alte Kirche Wupperfeld und die Hatzfelder Kirche müssen schließen — die Gemeinde macht 280 000 Euro Miese in diesem Jahr.

Wuppertal. Der evangelischen Kirchengemeinde Gemarke-Wupperfeld steht das Wasser bis zum Hals. Sie wird auf absehbare Zeit weitere Gebäude schließen müssen, um nicht pleite zu gehen, wie Pfarrer Walter Lang während der Gemeindeversammlung am Sonntag erklärte.

Während dieser Versammlung hatte Lang schon erläutert, dass die Gemeinde sich von der Alten Kirche Wupperfeld und dem Nommensenhaus trennen wird, zudem soll das Gemeindezentrum Hatzfeld und damit auch die Hatzfelder Kirche schließen. Das ist aber nur der Anfang einer ganzen Reihe von Sparanstrengungen. Spart die Gemeinde nicht, ist sie in vier Jahren pleite, wie Finanzkirchmeister Rainhard Becker mitteilte. Für 2013 sieht er ein Defizit von 280.000 Euro.

Wie also geht es weiter? Pfarrer Lang erklärte den Gemeindegliedern, dass die Gemarker Kirche in Zukunft das gottesdienstliche Zentrum der Gemeinde werden soll. Die Gemarker Kirche werde unter anderem wegen der Bekenntnissynode von 1934 bundesweit wahrgenommen und sei nun als die Stadtkirche zu betrachten. Eine Schließung komme daher nicht in Betracht.

„Auf Dauer, so sehen wir die Lage, werden die Finanzen der Gemeinde nur noch dafür reichen, ein Gemeindezentrum und eine Kirche an einem Standort zu erhalten“, sagte Lang. Diese „große Lösung“ sei der Gemeinde im Augenblick jedoch nicht zumutbar, stellte er fest.

Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass auch die Lutherkirche von der Schließung bedroht ist. So führte Lang aus: „Dass wir dabei das gesamte Ensemble Lutherkirche und Lutherheim halten, ist nicht zu erwarten.“

Trotzdem stellte Pfarrer Lang klar: „Wir als Gemeinde bleiben auf dem Heidt stark präsent.“

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