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Geld für Kinderbetreuung der Wuppertaler im Januar wird im Februar erstattet

Gebührenerlass : Geld für Kinderbetreuung im Januar wird im Februar erstattet

Der Gebühren-Erlass für Januar wird im nächsten Monat umgesetzt. So einfach wie es sich zuerst anhört ist es jedoch nicht.

Eltern von Kita-Kindern und Kindern, die im Offenen Ganztag (OGS) betreut werden, müssen für den Monat Januar 2021 keine Gebühren zahlen. Das hatten das Land und die Kommunen am 7. Januar bereits beschlossen. Umgesetzt wird die Regelung im Februar.

„Die Umsetzung ist nicht ganz einfach“, erklärte Stadtdirektor und Kämmerer Johannes Slawig am Montag. „Da die Gebühren für den Monat Januar aber bereits abgebucht waren und eine Rückzahlung einen hohen bürokratischen Aufwand bedeuten würde, werden wir die Gebühren für den Monat Februar aussetzen.“ Für Familien, die ihre Gebühren nicht per Lastschrift zahlen, sondern überweisen, gilt, die Überweisung im Februar rechtzeitig zu stornieren.

Das Thema Kita-Gebühren sei sehr herausfordernd für eine Stadt wie Wuppertal, so Oberbürgermeister Uwe Schneidewind. Angesichts der finanziellen Lage der Stadt müsse man immer ein gutes Gleichgewicht finden – dazu gehörten Kita-Beiträge, die es in anderen Städten nicht gibt. „Wir sind dennoch sehr glücklich über den Entschluss des Landes, die Gebühren für Januar auszusetzen“, sagte Schneidewind. Von den insgesamt 205 Einrichtungen für rund 13 000 Kinder in Wuppertal sind 69 städtisch. Die Hälfte der Gesamtsumme der Gebühren, das sind rund 400 000 Euro, zahle die Kommune. Die andere Hälfte übernimmt das Land.

„Für die Familien, die durch Corona stark gefordert und in vielen Fällen auch wirtschaftlich belastet sind, ist es ein wichtiges Signal, dass die Gebühren ausgesetzt werden“, so der Oberbürgermeister. Ebenso wichtig sei eine unbürokratische, aber dennoch verlässliche Umsetzung ohne hohen Aufwand. „Die Mütter und Väter, die aktuell darauf verzichten, ihre Kinder zur Kita zu schicken, leisten einen großen Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie.“ Diese Eltern ermöglichten so in dieser kritischen Phase höchster Infektionszahlen, dass die Kinder betreut werden können, deren Eltern aus beruflichen oder anderen Gründen darauf angewiesen sind. kar