Gegenwind gegen DOC gefordert

Gegenwind gegen DOC gefordert

Pläne für Lennep: Der Verein für Denkmalpflege fordert Ablehnung durch Wuppertal.

Wuppertal/Lennep. Die Pläne für ein Designer Outlet Center (DOC) im Remscheider Stadtteil Lennep werden immer konkreter. So hat die Stadt Remscheid einem vorläufigen Kaufvertrag mit Investor Mc Arthur Glen über die nötigen Grundstücke im Wert von etwa 15 Millionen Euro grünes Licht erteilt. Doch jetzt kommt erster Gegenwind aus Wuppertal. Zumindest appelliert Heimo Bullmann vom Rheinischen Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz an die Stadt Wuppertal, etwas gegen die DOC-Pläne zu unternehmen.

Denn nach seiner Überzeugung ist die Ansiedlung des Outlet-Centers in Remscheid mit den Zielen der Raumordnung für zentrale Orte nicht vereinbar. Schließlich seien die Auswirkungen des DOC auf den Einzelhandel von Wuppertal und damit auf deren Innenstädte erheblich. Bullmann prophezeit: „Wuppertal wird aufgrund seiner Kaufkraft und seiner Nähe zum Outlet-Center von den Nachbargemeinden den größten Kaufkraftverlust hinnehmen müssen.“

Auch deshalb ist es nach Auffassung des Vereins sinnvoll, „dass die Stadt Wuppertal kurzfristig eine Grundsatzerklärung fasst, indem sie das Vorhaben in Remscheid ablehnt und diese Erklärung der Bezirksregierung Düsseldorf bereits im Vorfeld des offiziellen Verfahrens mitteilt. Denn das DOC gefährde die zentralörtliche Funktion Wuppertals als Oberzentrum und die Funktion seiner Innenstädte.

Wuppertals Oberbürgermeister Peter Jung (CDU) hatte jüngst erklärt, es sei zu früh, Einwände zu formulieren. Bebauungspläne und Verkehrsgutachten seien noch abzuwarten. Dann aber werde sich zeigen, wie verträglich das DOC sei.

Das soll auf rund 20 000 Quadratmetern Verkaufsfläche 110 Geschäfte mit zentrenrelevantem Sortiment wie Kleidung, Haushaltswaren, Elektro, Uhren und Kosmetik anbieten und jährlich 2,5 Millionen Kunden anlocken. Das löst Widerstand bei Wuppertaler Händlern aus, die IHK jedoch befürwortet das DOC.

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