1. NRW
  2. Wuppertal

Gastro, Quarantäne und Co.: Welche Corona-Regeln jetzt in Wuppertal gelten

Gastro, Quarantäne, Sport und Co. : Welche Corona-Regeln jetzt in Wuppertal gelten

In der Gastronomie gilt ab dem 13. Januar die 2G-plus-Regel. Und die Quarantäne-Regeln wurden angepasst. Die aktuellen Corona-Regeln für Wuppertal im Überblick.

Kontaktbeschränkungen

Seit dem 28. Dezember dürfen sich Geimpfte und Genese nur noch in Gruppen von maximal zehn Personen aus verschiedenen Haushalten treffen. Private Zusammenkünfte von Genesenen und Geimpften sind innerhalb des eigenen Hausstandes ohne Personenbegrenzung zulässig. Wenn eine derartige Zusammenkunft die Grenze von zehn Personen überschreitet, dürfen maximal zwei Personen aus einem weiteren Hausstand dabei sein - egal ob diese ungeimpft, geimpft oder genesen sind.

Quarantäne

 Folgende Regelungen gelten seit dem 16. Januar für Quarantäne und Isolation in NRW: 

  • Infizierte: Wer durch einen offiziellen Schnelltest oder einen PCR-Test positiv getestet wurde, muss automatisch und ohne gesonderte behördliche Anordnung für zehn Tage in Isolierung. Diese kann - bei zwei Tagen Symptomfreiheit - durch Negativ-Testung auf sieben Tage verkürzt werden. Infizierte müssen ihre Kontaktpersonen der letzten zwei Tage schnellstmöglich und eigenständig informieren.
  • Kontaktpersonen: Wer mit einem Infizierten im gleichen Haushalt lebt, muss automatisch für zehn Tage in Quarantäne. Diese kann durch Frei-Testung auf sieben Tage verkürzt werden. Bei Kindern in Kindertageseinrichtungen und Schülern kann die Quarantänezeit auf fünf Tage verkürzt werden.
  • Wenn während der Quarantäne Symptome auftreten, wird ein PCR-Test Pflicht.
  • Sonstige Kontaktpersonen müssen nicht automatisch in Quarantäne, sondern nur bei Anordnung des Gesundheitsamtes. Bei fehlendem oder unvollständigem Impfschutz wird eine Selbstisolierung erwartet.

 Ausnahmen: Eine Reihe von Kontaktpersonen muss dennoch nicht in Quarantäne. Das sind:

  •  Geboosterte: Als geboostert gelten nur noch Menschen mit drei Corona-Schutzimpfungen. Dies gilt auch für eine Impfung mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson.
  • Geimpfte Genesene: Wer geimpft und genesen ist, muss als Kontaktperson ebenfalls nicht in Quarantäne.
  • Doppelt Geimpfte: Nach zweimaliger Impfung entfällt die Quarantäne zwischen dem 15. und 90. Tag nach der zweiten Impfung.
  • Genesene: Sie müssen ab dem 28. Tag ihres positiven Tests bis zum 90. Tag nicht in Quarantäne.

Weitere Infos zu den Quarantäne-Regeln finden Sie hier.

Schule

Grundsätzlich bleibt es bei dem bisherigen Testrhythmus für die Schüler: An den weiterführenden Schulen stehen dreimal wöchentlich Antigen-Selbsttests an. An den Grund- und Förderschulen sowie den Schulen mit Primarstufe bleibt es bei der Testung zweimal wöchentlich mit PCR-Lolli-Tests. Das immunisierte Schulpersonal soll ab Montag dreimal pro Woche einen Antigen-Selbsttest oder einen Bürgertest durchführen. Das nicht immunisierte Schulpersonal soll weiterhin an den Präsenztagen in der Schule einen Antigen-Selbsttest unter Aufsicht in der Schule vornehmen oder einen Bürgertest vorlegen.

Einzelhandel

In Geschäften sowie bei Kultur- und Freizeitveranstaltungen bekommen Zugang künftig nur noch gegen das Coronavirus Geimpfte oder von einer Infektion Genesene. Diese Regelung gilt seit dem 4. Dezember. Ausgenommen sind Geschäfte des täglichen Bedarfs. Geschäfte müssen diesen Zugang kontrollieren.

 Klargestellt wurde außerdem, dass auch in Geschäftslokalen von Handwerkern 2G gilt, solange dort nicht gleichzeitig eine handwerkliche Leistung erbracht wird und solange es nicht um Waren des täglichen Bedarfs geht.

Diskotheken und Clubs

NRW hat Clubs und Diskotheken seit dem 4. Dezember geschlossen.

Restaurants und Cafés

Ab dem 13. Januar gilt in NRW die 2G-plus-Regel für die Gastronomie. Eine Ausnahme gibt es für Menschen mit Corona-Booster-Impfung und für diejenigen, die zweimal geimpft und zusätzlich genesen sind. Wer nur Speisen abholen möchte, muss die 2G-plus-Regel nicht erfüllen.

Arbeitsplatz

Am Arbeitsplatz gilt die 3G-Regel. Wer im Homeoffice arbeiten kann, soll dies auch tun. Die nordrhein-westfälischen Arbeitsschutzbehörden kontrollieren ab sofort die Einhaltung der 3G-Regelung am Arbeitsplatz. Auch die Umsetzung der Hygieneschutzkonzepte und der Homeoffice-Pflicht werde mit Schwerpunktkontrollen überprüft.

Werden die 3G-Kontrollen durch die Arbeitgeber nicht umgesetzt, droht ein Bußgeld von mindestens 1000 Euro. Sofern Beschäftigte sich ohne die ausreichenden Nachweise in den Arbeitsstätten aufhalten, drohen ihnen Bußgelder in Höhe von 250 Euro.

ÖPNV

Im ICE, in Nahverkehrszügen, in Bussen, in der U-Bahn, in der Straßenbahn, in der S-Bahn oder im Flugzeug gilt die 3G-Regel. Die Deutsche Bahn kündigte entsprechende Kontrollen an.

Fahrgäste dürfen also diese Verkehrsmittel nur noch nutzen, wenn sie geimpft, genesen oder getestet sind. Das gilt auch für die Schwebebahn in Wuppertal. Die WSW bitten ihre Fahrgäste, ab diesem Zeitpunkt die entsprechenden Nachweise bei Fahrten mit den Bussen und der Schwebebahn stets bei sich zu führen. Die Maskenpflicht gilt in Fahrzeugen des ÖPNV auch weiterhin.

Friseur, Fußpflege, Trauungen und Beerdigungen

Beim Friseur gilt die 3G-Regel. Das heißt, in den Friseursalon dürfen nur geimpfte oder genesene Kunden sowie Kunden mit einem aktuellen negativen Corona-Testnachweis. Das sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU). Die 3G-Regel gilt auch für Beerdigungen, standesamtliche Trauungen, nicht-touristische Übernachtungen und medizinische Fußpflege.

Stadion und Großveranstaltungen

Bei überregionalen Veranstaltungen gilt eine einheitliche Obergrenze von maximal 750 Zuschauern - auch bei Bundesliga-Spielen.

Amateursport und Freizeit

Im Amateursport und Freizeitbereich gilt flächendeckend die 2G-plus-Regel. Wer die Auffrischungsimpfung hat, muss unter anderem im Freizeitsport keinen Test mehr vorlegen.

Zugangsbeschränkungen gelten in NRW nicht nur für Zuschauer, sondern auch für Amateursportler.

Ausnahmen gelten für Kinder und Jugendliche bis zum Alter von einschließlich 15 Jahren, Menschen ohne Impfempfehlung und diejenigen, die nicht geimpft werden können.

Apotheker und Zahnärzte 

Über Ärzte hinaus dürfen laut Infektionsschutzgesetz befristet auch Apotheker, Tier- und Zahnärzte Menschen ab 12 Jahren impfen. Voraussetzungen sind eine Schulung und geeignete Räumlichkeiten oder die Einbindung in mobile Impfteams. Das soll die Impfkampagne in Deutschland beschleunigen.

Krankenhäuser

Die Wuppertaler Krankenhäuser haben in einer gemeinsamen Stellungnahme mitgeteilt, dass sie ihre Besuchsregelungen anpassen werden. Demnach müssen alle Besucher ab sofort einen negativen Corona-Test mitbringen und vorweisen können. Die Bescheinigung über ein negatives Corona-Testergebnis darf dabei nicht älter als 24 Stunden sein. Es gelte die bekannte Regel: ein Besucher pro Patient pro Tag und auch nur für eine Stunde. Bei Virus-Symptomen wie Husten, Halsschmerzen, Schnupfen oder Durchfall ist ein Besuch untersagt. Das gilt für das Helios-Universitätsklinikum-Wuppertal, das Agaplesion-Bethesda-Krankenhaus und den Klinikverbund St. Antonius und St. Josef , bestehend aus Petrus-Krankenhaus, Krankenhaus St. Josef und St. Anna-Klinik.

Ausnahmen gelten in der Kinderklinik, auf den Intensivstationen und in medizinischen Härtefällen nach vorheriger Rücksprache mit dem behandelnden Arzt. Die strikte Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln sind bei den Besuchen Voraussetzung.

Impfpflicht

Beschäftigte in Einrichtungen wie Kliniken, Pflegeheimen und Arztpraxen müssen bis Mitte März 2022 Nachweise über vollen Impfschutz oder eine Genesung vorlegen - oder eine Arzt-Bescheinigung, dass sie nicht geimpft werden können. Neue Beschäftigte brauchen das ab dann von vornherein. Das legt eine angepasste Version des Infektionsschutzgesetzes fest.

(red)