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Gastredner Herbert Reul spricht über Erfolge gegen Clan-Kriminalität

150 Mitglieder nahmen am offiziellen Wahlkampfauftakt der CDU Wuppertal im Gut Zur Linden teil. : CDU hofft auf einen schöneren Herbst

Der Wahlkampfauftakt der CDU Wuppertal fand auf dem Gut Zur Linden statt.

Der Sommer ist ins Wasser gefallen, aber umso größer ist die Hoffnung auf einen besseren Herbst. Mit Allgemeinplätzen zum Wetter lässt sich aktuell die Lage der CDU im Bundestagswahlkampf bestens beschreiben. Und so passte es ins Bild, dass die Mitglieder der Wuppertaler CDU bei ihrem offiziellen Wahlkampfauftakt am Freitagabend auf dem Gut Zur Linden einige kräftige Regenschauer überstehen mussten. Doch die knapp 150 Besucher, darunter die Bundestagskandidatin Caroline Lünenschloss und der Kandidat Jürgen Hardt sowie Gastredner Herbert Reul hielten allen Niederschlägen stand und verbreiteten ungeachtet der sinkenden Temperaturen und Zustimmungswerte bei den Umfragen Aufbruchsstimmung. Viel Lob gab es von den Parteivorständen aus Wuppertal, Solingen und Remscheid für die Gastfreundschaft der Familie Bröcker, die das Sommerfest auf ihrem Gutshof mitorganisiert hatte.

Jürgen Hardt (Kandidat für den Wahlbezirk Ronsdorf, Cronenberg, Solingen und Remscheid) erinnerte in seiner Begrüßungsrede an das Jahr 2005. „Viele konnte sich damals nicht vorstellen, dass Angela Merkel eine große Bundeskanzlerin werden würde“, sagt er, ohne einen direkten Vergleich zum Kanzlerkandidaten Armin Laschet zu ziehen. Die Bundestagswahl sieht Hardt nicht als Kanzlerwahl: „Am Ende überlegen die Leute, was ist besser für Deutschland“. Caroline Lünenschloss nannte die Landtagswahl als Beispiel dafür, wie sich schlechte Umfragen in Wohlgefallen auflösen können. Und sie erinnerte an das Ziel, für das sie im Wahlbezirk 102 (Wuppertal I) angetreten sei: „Nach 60 Jahren wollen wir Wuppertal I wieder für die CDU holen.“

Minister Herbert Reul trat als Mutmacher und Antreiber auf

Bei Wahlkampfveranstaltungen der CDU ist NRW-Innenminister Herbert Reul in Wuppertal ein oft gesehener Gast. Vor einigen Jahren sprach er in der Geschäftsstelle an der Lindenstraße - damals als Neuling im Amt. Nun redete er als „alter Haudegen“, der schon einige Schlachten geschlagen hat. Insbesondere seine Erfolge im Kampf gegen die organisierte Kriminalität hob Reul hervor. Da habe es sich bewährt, „Null Toleranz“ zu zeigen, 1000 Nadelstiche gegen die Mitglieder der Clans zu setzen und der Spur des Geldes zu folgen. Die Erschleichung von Kindergeldbeträgen sei die finanzielle Grundsicherung der Clans. Diesem Missbrauch auf die Spur zu kommen, sei ein wichtiger Hebel, kriminelle Strukturen aufzubrechen. „Es gilt nicht das Recht der Familie, sondern das Rechtsstaatsprinzip“, sagte Reul und warnt: Wenn man bei dem Thema Clans nicht dran bleibt, sind alle Erfolge schnell wieder weg.“

Nach der Hochwasser-Katastrophe seien in den betroffenen Gebieten neben den Hilfsorganisationen täglich 22 000 freiwillige Helfer zusätzlich im Einsatz gewesen. „Über diese 22000 müssen wir reden und über die anderen, die mit Spenden geholfen haben“, so Reul. Diese Eigeninitiative zeige, dass „unsere Idee von Gesellschaft Fahrt aufnimmt“.