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Fußballhelden beweisen Qualitäten am Kochtopf

Fußballhelden beweisen Qualitäten am Kochtopf

Bei der „Cooking Battle“ gingen Günter und Carsten Pröpper einem Sternekoch zur Hand.

Wuppertal. Keine Frage: Der Name Pröpper bürgt für Fußball-Qualität. WSV-Ikone Günter "Meister" Pröpper entzückte zu seeligen Bundesligazeiten in den 70er Jahren die WSV-Fans mit Toren am Fließband. Sohn Carsten Pröpper zog es in die Ferne, er erspielte sich aber ebenfalls Kultstatuts, als er mit dem FC St. Pauli erstklassig kickte. So war denn am Sonntagabend in der VillaMedia die Frage eine andere: Sind die einstigen Helden des Rasens auch Helden des Herds? Beim "Cooking Battle" unterstützten beide Pröppers den Remscheider Sternekoch Ulrich Heldmann ("Heldmann’s Restaurant") beim Hauptgang auf der Kochbühne. Aufgetischt wurde den Gästen rosa gebratene Lammhüfte auf mediterranem Kartoffel-Ragout mit Paprikabutter.

Und beide Kicker bewiesen, dass sie auch in der Küche einsetzbar sind. Pröpper-Junior, der übrigens seine Soccerhalle in Hamburg verkauft und seinen Lebensmittelpunkt wieder in Bergische verlegt hat, wirkte so, als hätte er nie etwas anderes gemacht. Seine Lebengefährtin am Tisch bestätigte denn auch, dass er zuhause nichts aus der Tüte kocht ("am liebsten Filet in allen Variationen"). Der Papa knüpfte vor allem beim Vorstoß in den "Topf-Strafraum" an glanzvolle Zeiten an - klasse, wie er beim Umrühren den Löffel führte.

Moderatorin Yvonne Peterwerth entlockte einem entspannten Pröpper senior dann noch die Basis für den Klassenerhalt des WSV: "Wer viel arbeitet, kann auch viel essen. Wir haben früher querbeet gegessen." Vielleicht auch ein Erfolgsrezept für die Gäste Thorsten Westhoff und Peter Lyck, die als Manager und Spieler mit den Wuppertal Titans momentan als Tabellenletzter in der Volleyball-Bundesliga ein dünnes Süppchen kochen.

Über ein solches hatten sich die Gäste wahrlich nicht zu beklagen. Heldmann erntete berechtigtes Lob von allen Seiten, wenn auch das Lamm ein wenig heißer hätte aufgetischt werden können. Jurychef Jürgen Bergmann ("das Essen meiner Frau muss ich nicht bewerten, das ist immer top") war genauso begeistert wie die zweite Köchin Gabriele Sisting. Dass auch bei Herbert Sippel (Landhaus Garnefeld), selbst im vergangenen Jahr in vorderster Linie beim "Cooking Battle" dabei, der Daumen für den Kollegen nach oben ging, war für Heldmann ein Extra-Ritterschlag. Sippel mundete vor allem die Cremé Brûlée von der Gänseleber mit Roter Beete. Der Hochgelobte, der gute Chancen haben dürfte zum bergischen Show-Koch des Jahres 2010 gewählt zu werden, gestand nach dem Dessert (Lavendel-Mandelhippen mit Vanillemousse) ein, dass er reichlich nervös gewesen sei. Schließlich kocht er sonst für 30 statt 125 Gäste.