Fußball-Party im Garten und WM-Deko am Haus

Fußball-Party im Garten und WM-Deko am Haus

Haus und Grund erklärt, was erlaubt ist und was nicht.

Gestern hat die Fußball-Weltmeisterschaft begonnen. Die WM in Russland wird für einen Monat lang die Fans in ihren Bann ziehen. Viele dekorieren Haus oder Wohnung und laden Freunde zur WM-Party ein. Der Verein Haus und Grund Wuppertal und Umgebung rät dabei zur Rücksichtnahme auf die Nachbarn und gibt Tipps für ungetrübtes Fußballvergnügen.

„Natürlich dürfen Fußballfans ihr Haus zur WM dekorieren — egal ob sie Mieter oder Eigentümer sind“, sagt Hermann Josef Richter. Der Vorstandsvorsitzende von Haus und Grund Wuppertal gibt nur eines zu bedenken: „Fahnen, Wimpel oder Transparente müssen so angebracht werden, dass sie nicht auf die Straße fallen und dort Menschen verletzen oder zum Beispiel Autos beschädigen können.“

Für Mieter heißt das: Wenn sie zur Befestigung etwa einen Haken an der Fassade anbringen müssen, greifen sie in die Bausubstanz ein. Dafür müssen sie vorher den Vermieter um Erlaubnis bitten. „Auch bei der Auswahl der Fanartikel ist hinsichtlich der Anzahl und der Größe Rücksicht auf alle Beteiligten zu nehmen. Im Zweifel muss eine Einzelfallabwägung erfolgen“, so Silke Kessel, Geschäftsführerin von Haus & Grund Wuppertal.

Wer eine große Fahne aufhängen möchte, sollte außerdem darauf achten, dass davon nicht die Fenster des Nachbarn verdeckt werden. „Wir empfehlen auch während der Weltmeisterschaft immer Rücksicht auf die Nachbarn zu nehmen“, rät Silke Kessel weiter. „Das gilt besonders für die WM-Party zuhause: Auch während der WM gilt es, die Nachtruhe einzuhalten.“

Das wird diesmal nicht sehr schwierig: Die Spiele beginnen mit nur einer Ausnahme spätestens um 20 Uhr deutscher Zeit. Damit enden sie regulär gegen 21.45 Uhr. Nur wenn Verlängerung und Elfmeterschießen nötig sind, ist Vorsicht geboten. „Wer nach 22 Uhr noch auf dem Balkon oder im Garten bei der Verlängerung mitfiebert oder vielleicht schon den Sieg feiert, muss die Nachtruhe weniger fußballbegeisterter Nachbarn respektieren“, gibt Silke Kessel zu bedenken. Fans sollten ihre Party dann nach drinnen verlagern. In Wohnung oder Reihenhaus kann es sinnvoll sein, zum Public Viewing oder in die Kneipe zu gehen. Red

Mehr von Westdeutsche Zeitung