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Für den Breuer-Saal in Wuppertal zeichnet sich eine neue Zukunft ab

Stadtentwicklung : Neue Zukunft für den Breuer-Saal

Die Veranstaltungsstätte war lange Jahre bei Vereinen sehr beliebt. Doch 2018 schlossen sich die Tore. Jetzt gibt es neue Entwicklungen: Die Gemeinde ist in aussichtsreichen Gesprächen mit einem Investor.

Die Zeiten des Leerstandes rund um den Johann-Gregor-Breuer-Saal-Komplex im Elberfelder Luisenviertel scheinen dem Ende zuzugehen: Das ist jedenfalls die Hoffnung des Eigentümers, der Kirchengemeinde Sankt Laurentius.

Zum Ende der närrischen Session 2017/18 war es, als im Breuer-Saal an der Auer Schulstraße zum letzten Mal fröhlich Karneval gefeiert wurde. Danach wurden die Gitter vor dem Eingang herunter gelassen,  und die Kirchengemeinde St. Laurentius hoffte, den in die Jahre gekommenen Veranstaltungsort samt des dazu gehörigen, denkmalgeschützten  Gebäudekomplexes Friedrich-Ebert-Straße 15 und die angeschlossene Remise 15a an einen Investor  verkaufen zu können. Denn eine Renovierung des Breuer-Saals hätte mit siebenstelligen Kosten die finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde überfordert, zumal der früher gern und vielfältig genutzte Saal wegen der Lärmbelästigung der Anwohner nur noch bis 22 Uhr genutzt werden durfte, deshalb als Feier-Location unattraktiv geworden war.   Allerdings knüpfte die Gemeinde die Bedingung an den Verkauf, dass die insgesamt rund 3000 Quadratmeter zu christlich-sozialen Zwecken genutzt werden sollten.

„Ganz im Sinne des Elberfelder Lehrers und Sozialpädagogen Johann Gregor Breuer. (Breuer hatte 1846 den Elberfelder Gesellenverein gegründet, der damit zur Keimzelle des Kolpingwerkes geworden war. d.Red.) Und um das Andenken an ihn aufrecht zu erhalten, haben wir dem Projekt auch den Namen ,Breuer-Höfe’ gegeben“, erklärt Gemeindepfarrer und Stadtdechant Bruno Kurth, der hinzufügt: „Es ging uns trotz bester Lage im Luisenviertel nicht um möglichst hohen Profit, sondern um eine Nutzung, mit der wir uns als Kirchengemeinde identifizieren können. Allerdings soll dabei zumindest eine schwarze Null unter dem Ganzen stehen, denn ein Zuschussgeschäft kann sich zumindest in Wuppertal keine  Gemeinde mehr leisten.“

Markus Hüttermann, Mitglied des Gemeindevorstandes und Immobilien-Experte, der die Verhandlungen im Namen von St. Laurentius führte, berichtet, dass sich deshalb der Verkauf schwierig gestaltete: „Ein Investor, mit dem wir schon ziemlich weit waren, ist deshalb kurz vor Vertragsabschluss abgesprungen“, so Hüttermann.

Ergebnisse sollen in
vier bis acht Wochen stehen

Doch jetzt scheint man mit einem neuen Investor weitgehend einig zu sein, heißt es. Dass es sich dabei um die Wuppertaler Küpper-Gruppe handelt, wird von Pfarrer Bruno Kurth und Gemeindemitglied Markus Hüttermann weder bestätigt noch dementiert.

„Die Breuer-Höfe sollen der Wohnbebauung und einer insgesamt sozialen Mischung wie beispielsweise auch Beratungszwecken im christlichen Sinne dienen“, sagt Bruno Kurth  und betont ebenso wie Markus Hüttermann, dass sich die Kirchengemeinde St. Laurentius bei eventuellen zukünftigen  Änderungen grundsätzlich ein Mitspracherecht ausbedungen hat.

„Ich denke, dass wir in vier bis acht Wochen mit konkreten Ergebnissen an die Öffentlichkeit treten können“, zeigt sich Verhandlungsführer Markus Hüttermann optimistisch