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Wuppertal: Frischer Wind fürs Schulmuseum

Wuppertal : Frischer Wind fürs Schulmuseum

Nachgehakt Die Einrichtung wird bald wieder geöffnet. Aufbau einer naturhistorischen Abteilung geplant.

Kräftig entrümpelt wird gerade im Vohwinkeler Schulmuseum. Dabei trennt sich die Einrichtung von beschädigten und mit Schimmel befallenen Stücken, die über viele Jahre in den Kellerräumen des Gebäudes an der Rottscheidter Straße aufbewahrt wurden. Für die Entsorgung wird ein Container aufgestellt. Parallel läuft die Erfassung und Katalogisierung der schulhistorischen Sammlung. Sie soll nach zweimonatiger Schließung ab Januar wieder für Besucher geöffnet sein. Bis dahin gibt es noch jede Menge zu tun.

„Angesichts der Vielzahl der Exponate ist es eine Herausforderung, die Übersicht zu behalten“, sagt die neue Leiterin Melody Stach. Sie hat viel frischen Wind in die Einrichtung gebracht und plant zusätzlich zur Wiedereröffnung weitere Schritte. Dazu gehört der Aufbau einer naturhistorischen Abteilung. „Nach der Schließung des Fuhlrott-Museums wäre das für Wuppertal eine tolle Chance.“ Entsprechende Exponate seien in der Sammlung in ausreichender Zahl vorhanden. Außerdem will die junge Geschichts- und Archäologiestudentin eigene Aktionstage im Schulmuseum durchführen. „Es gibt viele Ideen“, sagt sie.

Damit hat das Schulmuseum wieder eine Perspektive. Anfang des Jahres war die Sorge um den Erhalt dagegen noch groß. Ein Teil der Ausstellungsstücke musste eingelagert werden. Grund war der erweiterte Platzbedarf der gegenüberliegenden Ulle-Hees-Schule. Ein großer Raum des Museums wurde für den Unterricht benötigt. Der langjährige Leiter der Sammlung Rolf Platte nahm das zum Anlass, sich aus der Arbeit zurückzuziehen. Eine Nachfolge war zunächst nicht in Sicht. Mit Melody Stach fand sich schließlich eine Leiterin, die viel Herzblut in das Museum investiert hat. „Die Arbeit hier fasziniert mich“, erzählt sie. Unterstützung bekommt die 28-Jährige von Klaus Jankowski, der ab Januar erneut die Führungen für die Schulklassen übernimmt. Auch Erwachsenengruppen sind willkommen.

Langfristig soll das Museum an anderer Stelle eine neue Heimat finden. „Wir gehen im Moment von einem Umzug in zwei bis drei Jahren aus“, sagt Stach. So lange werde es auch dauern, die Sammlung zu katalogisieren. Der Verlust der beschädigten Stücke im Keller sei zu verschmerzen. „Es handelt sich hauptsächlich um Dinge, die es doppelt gibt“, so die Leiterin.