Friederike: Folgen werden noch Wochen zu spüren sein

Friederike: Folgen werden noch Wochen zu spüren sein

Weiterhin können Bäume umstürzen, die vollständige Reparatur beschädigter Stromleitungen wird dauern.

Ein abgedecktes Kirchdach, ein Baum auf einem Rettungswagen, mehrere Straßensperrungen: Friederike hielt mit Windgeschwindigkeiten bis 126 Stundenkilometern am Donnerstag Wuppertal in Atem.

Die Polizei meldete insgesamt mehr als 800 Notrufe und 107 Einsätze durch das Orkantief, die Feuerwehr rund 260 sturmbezogene Anrufe. 300 Feuerwehrleute waren anschließend mit Sturmeinsätzen beschäftigt. Gründe waren Probleme auf Baustellen, umgestürzte Bäume und herabgestürzte Dach- und Fassadenteile. Besonders lange dauerte ein Einsatz auf der Höhne, wo ein Solarmodul von einem Gebäude herabzustürzen drohte. Durch einen umgestürzten Baum wurde ein Rettungswagen der Feuerwehr stark beschädigt, die beiden Insassen wurden zum Glück nur leicht verletzt.

In Waldgebieten und an Orten, an denen man die Beschädigung erst bei Tageslicht entdeckt hat, waren die Einsatzkräfte auch gestern noch mit Aufräumarbeiten beschäftigt.

In den städtischen Grünanlagen und Wäldern, vor allem im Mirker Hain und im Bereich Krummacherstraße, hat der Sturm erhebliche Schäden angerichtet, insgesamt sind rund 600 Meldungen über Schäden beim Ressort Grünflächen und Forsten eingegangen. Auch gestern gingen noch Meldungen über Ast- und Kronenausbrüche ein. In den nächsten zwei Wochen sollten Wälder, Parks und Grünanlagen nicht betreten werden, rät die Stadt.

Im Freibad Neuenhof wird es noch zu Baumfällungen kommen. Weil auf dem Gelände mehrere Bäume bedrohlich in Schieflage geraten sind, wurde das Bad vorsorglich geschlossen — zunächst bis einschließlich Montag.

Betroffen war auch das Stromnetz. Über 40 Schadensfälle — umgeknickte Masten und gerissene Leitungen — meldeten die Stadtwerke: Dort wo Bäume auf Freileitungen gestürzt waren, sei es auch zu Stromausfällen gekommen, die teilweise erst in der späten Nacht oder vereinzelt am Morgen behoben werden konnten. Die vollständige Reparatur der provisorischen Leitungen werde im Laufe der nächsten Wochen vollzogen, heißt es von den Stadtwerken. Der Zugverkehr blieb auch gestern noch eingeschränkt. kati/yas/gh