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Freunde der Bergischen Uni: Hier soll Bildung Spaß machen

Freunde der Bergischen Uni: Hier soll Bildung Spaß machen

Seit 40 Jahren knüpft die Gesellschaft der Freunde der Bergischen Universität Kontakte zwischen Stadt und Hochschule.

Wuppertal. Vom 19. Stockwerk des Sparkassenhochhauses bot sich den Gästen der Feier zum 40-jährigen Bestehen der Gesellschaft der Bergischen Freunde (GFBU) ein eindrucksvoller Blick auf den Campus Grifflenberg und das Lichtkunstwerk Metalicht von Mischa Kuball. „Unser Blick auf die Uni“ - lautete das Motto der Jubiläumsfeier, die sich aber nicht auf Blicke und Rückblicke beschränkte, sondern das Thema Brüche in der Bildungskette als zentrales Thema aufgriff.

Die Jubiläumsfeier bot weit mehr als die verdienten Lobes- und Dankesworte für die GFBU und ihre ehrenamtlichen Mitglieder, sondern lieferte Denkanstöße. Wie lassen sich Brüche in der Bildungskette vermeiden? Wann treten sie im Verlauf der Ausbildung auf? Wer kann sie verhindern? Antworten gaben neben Prof. Kerstin Schneider von der Bergischen Universität, die ein Impulsreferat hielt, Ulrike Liedtke (Hauptschule Oberbarmen), Prof. Karl-Heinz Kampert (Uni Wuppertal), Alexander Kletzander (Jobcenter Wuppertal), Andreas Martin (Radprax und Dozent Junior Uni) und Sylvia Schwarz (Carl Duisberg Gymnasium) am Podium. Wobei sich die Experten einig waren: Gelingt es, die Begeisterung für die Inhalte von Unterricht und Berufsausbildung besser früher als später zu wecken, dann kann die Zahl der Jugendlichen ohne Schulabschluss, die der Ausbildungsabbrecher oder auch der Studienabbrecher begrenzt werden.

Die Begeisterung für Bildung sei wichtig, um „Brüche in der Bildungskette“ zu vermeiden. Die komme die Gesellschaft teuer zu stehen, wenn am Ende der Bildungsbrüche die Sozialhilfe steht. Herausgehoben wurde die wichtige Rolle der Universität und der Junior Uni in Wuppertal, die in Kooperation mit den Wuppertaler Schulen wichtige Arbeit leisten.

Und nicht zuletzt auch der Freunde der Bergischen Universität, die seit 40 Jahren darum bemüht sind, die Hochschule auf dem Berg und die Stadt einander näher zu bringen. GFBU-Vorsitzender Prof. Johannes Köbberling erinnerte daran, dass die GFBU seit 30 Jahren die Reihe der Unikonzerte veranstalte und seit sieben Jahren die Vortragsreihe UniTal in Zusammenarbeit mit der Westdeutschen Zeitung. Oberbürgermeister Peter Jung und Uni-Rektor Lambert T. Koch dankten der GFBU, dass die Universität stärker denn je in der Stadt verwurzelt ist und so die Begeisterung für Bildung in allen Altersgruppen geweckt wird.