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Freischlader und Band wieder live in Wuppertal

Konzerte : Freischlader und Band wieder live

Fünf Konzerte gab’s auf der Waldbühne.

Virtuoses Gitarrenspiel eines Improvisationsgenies, groovige Blues-Rock-Rhythmen und einfühlsame Balladen erinnerten an der Wuppertaler Hardt nach den durch die Corona-Pandemie verursachten Monaten der Enthaltsamkeit auf dem musikalischen Sektor an die „guten, alten Zeiten“, in denen Live-Konzerte und spielfreudige Bands zum Alltag gehörten. Sonnig wars, als am Wochenende Wuppertals Blues-Gitarrist Henrik Freischlader ein Heimspiel feierte und an drei Tagen die Waldbühne rockte.

Insgesamt fünf Konzerte gaben der begnadete Blues-Musiker und seine großartige Band: Moritz Meinschäfer (Schlagzeug), Armin Alic (Bass), Roman Babik (Hammond Orgel) und Marco Zügner (Saxophon) glänzten ebenso bei den 15 Songs und zeigten sich im Rahmen des „3-Tage-Festivals“ in Spiellaune. Das ursprünglich für den 21. August angesetzte „Missing Pieces Album Release Party Konzert“ wurde wegen der Coronakrise um eine Woche verschoben und auf fünf  Open-Air-Gigs  mit 200 Zuschauern pro Vorstellung verteilt. Marcus Grebe vom Veranstalter LCB: „Schon früh  waren 600 Tickets verkauft, dann kam Corona. Wir haben  überlegt und beschlossen, dass wir das schaffen und haben das glücklicherweise mit dem Hygienekonzept hier hinbekommen.“ Die Fans an der Waldbühne gehörten   zu den Privilegierten, die die neuen Songs des Albums „Missing Pieces“, das am 18. September erscheinen wird, im Vorfeld zu hören bekamen.

Mit gewohnt rauchig-lässiger Stimme schafften der sympathische Allroundinstrumentalist und seine Band eine Atmosphäre, in der das Publikum ausgelassen tanzte und Menschen sich gegenseitig zuprosteten. „Wir haben mit den Songs zum neuen Album bereits im Dezember begonnen und haben uns in den vergangenen Monaten öfter getroffen: Zeit zu haben ist auch mal schön“, so Freischlader, der sich unheimlich auf die Konzerte  gefreut hatte. „Eigentlich hätten wir in diesem Jahr eine Riesen-Europatour mit 55 Konzerten gehabt, wovon jetzt vielleicht fünf übrigbleiben“, so der Musiker. Das habe natürlich finanzielle Folgen, aber man teile alles, was reinkommt, durch fünf. „Wir halten zusammen und sind als Familie nochmal näher zusammengerückt.“

Garniert mit   Anekdötchen bewegten sich die  Musiker zwischen rockigen Funknummern, Jazz, Slow-Blues und Balladen, spielten bekannte ältere Titel und das komplette neue Album, für das sich die Fans  in einer Liste auf einer „Old-school Schreibmaschine“ vormerken lassen konnten. Ansonsten ist die Bestellung über ccr-shop@posteo.de möglich. Mit „Walking in the shadows…“ verabschiedeten sich die Musiker von den begeisterten Zuschauern.