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Freie Schule in Wuppertal sammelt Geld für Hofsanierung

Gut für Wuppertal

Freie Schule sammelt Geld für Hofsanierung

Die Schüler würden sich über neue Sachen freuen. FOTO: Schwartz, Anna (as)

Laaken. Gut für Wuppertal: Boden und Zaun der Einrichtung müssen repariert werden.

Bei den städtischen Schulen kümmert sich die Stadt Wuppertal um die Gebäude und das Außengelände. Bei der Freien Schule Wuppertal in Laaken hingegen trägt das Land zwar einen Großteil der laufenden Kosten; Gebäude und Schulhof muss die Elterninitiative jedoch selbst finanzieren. Das stellt die Schule vor Probleme: Im Asphalt des Schulhofs klaffen große Löcher. „Die Rollerfahrer bleiben dort dauernd stecken“, nennt Lehrerin Martina Schulz ein Problem. Auch beim Fußballspielen – die Lieblingsbeschäftigung vieler Jungen – sei der löchrige Boden gefährlich. Außerdem rolle der Ball immer vom Schulgelände, weil der Zaun ebenfalls stark sanierungsbedüftig sei.

Deshalb sammelt die Freie Schule Wuppertal jetzt auf Gut für Wuppertal Spenden für eine Sanierung des Schulhofes. Insgesamt handelt es sich um ein Gelände von mehr als 500 Quadratmetern, die noch dazu am Hang liegen. Ein Kostenvoranschlag hat dafür Kosten von rund 53 000 Euro ergeben. Darin enthalten ist neben dem Pflastern der Fläche und einem kleinen Fußballplatz auch ein neuer Zaun um das Gelände herum. Außerdem wurde bei dieser Summe ein neuer Fallschutz für das bestehende Klettergerüst eingeplant. „Wir wollen aber die Elternbeiträge nicht zu hoch ansetzen – schließlich wollen wir keine Eliteschule sein“, betont Martina Schulz.

Info

Gut für Wuppertal

PROJEKT Gut für Wuppertal ist eine von der WZ unterstützte gemeinnützige Plattform, die betterplace.org entwickelt hat und deren Betrieb die Sparkasse Wuppertal finanziert. Mehr als zwei Millionen Euro wurden bereits für mehr als 450 verschiedene Projekte gesammelt.

UNTERSTÜTZUNG Die Registrierung ist einfach. Das Portal entlastet Spendensammler bei der Abwicklung der Prozesse.

gut-fuer-wuppertal.de

Die Kinder hätten auch über die jetzt geplanten dringend notwendigen Arbeiten hinaus noch weitere Wünsche: Im Unterricht malten sie ihr Traum-Außengelände. „Ganz oben stand bei den meisten eine Nestschaukel“, erzählt Martina Schulz. Wünsche wie eine Seilbahn oder ein Trampolin wurden schon gar nicht näher betrachtet. Die Lehrer hätten gerne ein kleines Holzhaus, um dort Roller, Stelzen und Springseile unterzubringen – wie es an städtischen Schulen Standard ist.

34 Kinder lernen in der Freien Schule Wuppertal in zwei altersgemischten Gruppen, oft in freier Arbeitszeit an individuellen Wochenplänen. Dabei gehört viel Bewegung zum Schulkonzept. Ein sinnvolles Außengelände ist also wichtig für die Schule. Auch Kleintiere und ein Schulgarten gehören zur Schule. Sie besteht bereits seit 1987 und gründet sich auf reformpädagogische Ansätze. Nach wie vor kümmert sich die Elterninitiative um alle Fragen rund ums Gebäude.⇥tah

fsbl.de