Frauenheld: Bekannte fordert 20 000 Euro

Frauenheld: Bekannte fordert 20 000 Euro

„Macho-Manne“ und kein Ende: Eine ehemalige Freundin (54) hat den 44-Jährigen vor dem Landgericht verklagt.

Wuppertal. Ende November steht dem Landgericht ein pikanter Zivilprozess bevor: Eine ehemalige Bekannte(54) hat den unter dem Namen "Macho-Manne" bekannt gewordenen Frauenschwarm auf Zahlung von 20 000 Euro verklagt. "Macho-Manne" und kein Ende. Seit August dieses Jahres sorgt der 45 Jahre alte Kfz-Mechaniker, den bundesweit reihenweise Frauen angezeigt haben sollen, für Schlagzeilen.

Erst erschien er nicht zu seiner Berufungsverhandlung in Wuppertal, wurde per Haftbefehl gesucht, schließlich erneut in Wuppertal gefasst. Trotzdem platzte anschließend ein Strafprozess in Düsseldorf, weil das Amtsgericht dort von der Verhaftung im Tal nichts wusste. Dann wurde der 45-Jährige im besagten Wuppertaler Berufungsverfahren nicht rechtskräftig zu einer deutlich höheren Strafe verurteilt. Und: "Macho-Manne" befindet sich nach wie vor in der JVASimonshöfchen in U-Haft.

Das ist wohl auch der Grund, warum jetzt das Zivilverfahren in Wuppertal terminiert wurde. Man kenne ja jetzt den Aufenthaltsort des Mannes, heißt es seitens des Landgerichts dazu. Fakt ist: Für den Termin am 24.November vor der 4. Zivilkammer hat das Gericht bislang zwar keine Zeugen wohl aber "Macho-Mannes" Erscheinen angeordnet.

Auch das ist nicht ungewöhnlich. In Zivilsachen gibt es bekanntlich keinen Angeklagten. Insofern bekommen sowohl die Klägerin als auch der Beklagte Gelegenheit, ihre Sicht der Dinge darzulegen, um unter Umständen eine gütliche mithin außergerichtliche Einigung zu erzielen. Ob das noch möglich ist, bleibt abzuwarten.

Laut Landgericht handelt es sich bei der Klägerin jedenfalls um eine der Wortführerinnen der Frauen-Selbsthilfegruppe, die sich von "Macho-Manne" betrogen fühlt. Laut Klageschrift soll die Klägerin dem 45-Jährigen besagte 20000Euro nur geliehen haben. Ob und wie sich das beweisen lässt, wird sich vor dem Zivilgericht zeigen.