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Fotowettbewerb: Beliebte Kleingärten in Wuppertal

Freizeit : Fotowettbewerb: Beliebte Kleingärten

Kleingärten haben in Wuppertal einen hohen Stellenwert, der in Coronazeiten noch gewachsen ist. Weil in diesem Jahr die Kür der schönsten Kleingartenanlage ausfallen muss, werden jetzt die schönsten Fotos aus den Wuppertaler Kleingärten prämiert. Einsendeschluss ist der 15. September.

116 Kleingartenanlagen mit rund 6800 einzelnen Parzellen gibt es in Wuppertal. Damit ist die Stadt im Vergleich der Großstädte überdurchschnittlich ausgestattet und hat in den vergangenen Monaten des Corona-Shutdowns eine regelrechte Renaissance des eigenen Gartens erfahren. „Da sind plötzlich viele junge Familien mit kleinen Kindern bei uns aufgetaucht, die wir sonst lange nicht gesehen haben“, berichtet Lothar Stein, stellvertretender Vorsitzender des Stadtverbands der Wuppertaler Gartenfreunde, von der wieder gestiegenen Wertschätzung. Auch für alte Menschen sei der Kleingarten in Zeiten der Isolation ein ganz wichtiger Ort gewesen. Wie in anderen Städten erlebe man gerade eine gesteigerte Nachfrage nach Kleingärten. Das hänge neben Corona sicher auch damit zusammen, dass immer mehr Menschen wieder ihr eigenes Obst und Gemüse anbauen wollten. In Wuppertal gibt es inzwischen wieder Wartelisten, um einen Kleingarten pachten zu können.

Mit einem Fotowettbewerb wollen Gartenfreunde und Stadt in diesem Jahr die ökologische und soziale Bedeutung der Gärten für die Stadt unterstreichen. Er ersetzt den traditionellen Kleingartenwettbewerb bei dem seit 1960 jährlich die schönste Anlage gekürt wird. Der kann erstmals nicht stattfinden, weil aufgrund der Hygienevorschriften die übliche Begutachtung der Gärten durch eine Jury zu riskant wäre. Stattdessen können nun bis zum 15. September Fotos aus dem eigenen Garten online unter wuppertal.de eingereicht werden. „Sie sollen zeigen, was jeder an seinem eigenen Garten besonders schön findet“, sagt Lothar Stein. Einzige Beschränkung ansonsten: „Es sollten keine Personen abgelichtet sein“, so Sven Arens vom Ressort Grünflächen und Forsten der Stadt, das den Wettbewerb mit begleitet. Die Preise, die sonst für die schönste Anlage an die jeweiligen Vereine gehen, sollen nun als Geld- und Sachpreie an die Hobbygärtner und -fotografen ausgeschüttet werden. gh