Förderprogramm soll Heckinghausen für Wuppertaler schöner machen

Förderprogramm : Heckinghausen soll schöner werden

Für die Fassaden des Stadtteils gibt es 30 Anträge für insgesamt 100 000 Euro an Fördergeldern.

Das Hof- und Fassadenprogramm der Stadt nimmt jetzt auch in Heckinghausen ordentlich Schwung auf. Der Stadt liegen 30 Förderanträge vor, die auf eine Summe von insgesamt 100 000 Euro an Landesgeldern abzielen. 7000 Euro sind bereits bewilligt worden.

Die Antragsteller sind Eigentümer, die Fassaden, Mauern, Garagen, Höfe und Vorgärten erneuern wollen, die zum öffentlich sichtbaren Stadtbild gehören. Wer noch Interesse an einer Verbesserung hat, ist noch nicht zu spät dran. „Wir haben weitere Fördergelder für 2019 beim Land beantragt“, sagt Tanja Mondal, die für die Stadt das Programm koordiniert.

Passend dazu bietet die Wuppertaler Quartierentwicklungsgesellschaft (WQG) im Auftrag der Stadt eine kostenlose Sanierungsberatung an. Besonderen Förderbedarf habe neben Heckinghausen auch Oberbarmen-Wichlinghausen. Deshalb richte sich die Beratung in erster Linie an die Hauseigentümer in diesen Quartieren. Ziel des Projektes ist es, dort den Wohnungsbestand aufzuwerten, so die WQG.

Seit Projektbeginn im März 2018 konnte die WQG bereits 53 Eigentümer beraten. Quartiersentwickler Nikolai Spies berichtet: „In Heckinghausen gibt es besonders viele Nachkriegsbauten. Da sind neben den Fassaden sehr oft auch energetische Fragen ein Thema.“

Die WQG berät bei Bedarf
auch bei einem Vor-Ort-Termin

Die WQG berät nicht nur am Schreibtisch, sondern sieht sich die Objekte auch bei einer Begehung an und unterstützt bei der passenden Fördermittelsuche. „Bei einem Gespräch vor Ort kann man nach der Begutachtung des Ist-Zustandes direkt aufzeigen, was machbar ist. Zudem ist jede Immobilie individuell“, sagt Franziska Pötter, Architektin bei der WQG. Möglichkeiten sind neben Fassadenverschönerungen etwa Maßnahmen wie ein Fensteraustausch, eine Wärmedämmung oder das Entfernen von Barrieren im Wohnbereich.

Das Hof- und Fassadenprogramm liefert Eigentümern einen ganz besonderen Anreiz. In den Fördergebieten in Heckinghausen, Oberbarmen/Wichlinghausen, Barmer Fußgängerzone und Mirker Quartier können Eigentümer in abgesteckten Bereichen 40 Prozent der Ausgaben mithilfe der Stadt finanziert bekommen.

Eine Hürde für Antragsteller sei, so WQG-Geschäftsführer Sven Macdonald, den Förder-Anforderungen gerecht zu werden. Denn wer bei dem Programm mitmacht, muss drei Angebote von Handwerkern für die Renovierung einholen. „Daran scheitern die meisten Leute. Es ist bei der aktuellen Auftragslage schwer, überhaupt einen Handwerker zu finden“, so Macdonald.

Trotzdem hat das Fassadenprogramm gerade in Oberbarmen/Wichlinghausen, wo seit 2013 Förderanträge gestellt werden können, bereits einen Siegeszug angetreten. Von 335 000 beantragten Euro wurden bereits 117 000 bewilligt. In Barmen – wo bislang nur die Fußgängerzone und die umliegenden Straßen förderfähig sind – läuft das Programm noch zäh an. Erst zwei Anträge liegen der Stadt vor, dabei könnten insgesamt 192 000 Euro abgegriffen werden.

Im Mirker Quartier sind von 64 000 Euro bereits 16 000 Euro bewilligt. „Geplant ist, dass auch Elberfeld zu einem Fördergebiet wird, das ist aber noch nicht bewilligt“, sagt Tanja Mondal.

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