Fördergeld für Kirchenplatz in Wuppertal-Cronenberg beantragt

Umbau : Fördergeld für Kirchenplatz beantragt

Bei der Planung von Cronenbergs neuer Mitte hofft der Bürgerverein auf Mittel aus Düsseldorf.

Der Heimat- und Bürgerverein schaltet bei den Planungen zum Ausbau des Vorplatzes der reformierten Kirche in den nächsten Gang. „Wir haben beim Heimatministerium einen Antrag auf Fördermittel gestellt“, sagte Bürgervereins-Vorsitzender Rolf Tesche der WZ. Seit Montag liege das Schreiben in Düsseldorf. Das Land NRW stellt Antragstellern 150 Millionen Euro bis 2022 für die Gestaltung der Heimat vor Ort in Aussicht. Davon soll nun auch Cronenberg profitieren, findet Tesche. Sollte der Antrag bewilligt werden, würde das Land 90 Prozent der Gestaltungskosten des Platzes übernehmen.

Erste Gelder der Heimatförderung flossen in neue Schilder

In den ursprünglichen Planungen für die Umbauarbeiten des Hinterhofs zu einem multifunktionalen Platz für Stadtfeste und Märkte sprach Rolf Tesche von rund 200 000 Euro Investitionssumme. Nun deutete er der WZ gegenüber an, dass mit den Fördergeldern noch mehr möglich sein könnte. Doch mit konkreten Zahlen will der Cronenberger noch nicht jonglieren, schließlich ist noch nichts in trockenen Tüchern und gegebenenfalls muss der engagierte Bürgerverein mit der ursprünglichen Planungen weitermachen.

Einmal hat der Heimat- und Bürgerverein schon gute Erfahrungen mit dem Förderprogramm des Landes gemacht. 15 Schilder führen demnächst Interessierte auf einem historischen Rundweg durch Cronenberg. Das vom Heimat- und Bürgerverein angestoßene Projekt hat laut Tesche rund 4000 Euro gekostet, etwa die Hälfte davon stammt aus dem noch immer prall gefüllten Topf des Heimatministeriums, an dem sich auf Antrag auch Initiativen bedienen können. Wenn die Schilder montiert werden, wird der Verein über den neuen Rundgang nochmal gesondert berichten.

Voraussetzung für die Realisierung des neuen Platzes in der Cronenberger Mitte ist der Abriss des Nebengebäudes, das wegen der Toiletten und der Umkleideräume bei Hochzeiten und Konzerten eine wichtige Funktion für die Kirche hat. Anke Borchardt, Vorsitzende des Presbyteriums zeigte sich froh, dass der in die Jahre gekommene Bau endlich die Blickbeziehung von Straße zum Kirchplatz freigibt: „Das Haus ist ja kein Schmuckstück.“ Noch in diesem Jahr soll das Gebäude verschwinden. Ersatz für die Toiletten wird an der Solinger Straße 4 geschaffen, wo vorher die Huk-Coburg-Versicherung ansässig war. Die Gemeinde ist bereits Mieter der Räume, jetzt muss nur noch eine barrierefreie Toilette eingebaut werden.

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