Wuppertal Förderer investieren 60000 Euro ins Gemäuer

Kloster Beyenburg: Die Substanz des Mauerwerks muss dringend saniert werden.

Wuppertal: Förderer investieren 60000 Euro ins Gemäuer
Foto: Anna Schwartz

Beyenburg. „Das Mauerwerk hat Risse, und wenn es regnet, lagert sich Wasser in den Fugen ein, das dann bei Frost zu Eis wird und das Mauerwerk sprengt“, berichtet Bernd Grasedieck, der stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins zum Erhalt des Klosters Beyenburg.

Die Mauern des Beyenburger Wahrzeichens, der Klosterkirche - errichtet 1497 und damit das älteste Bauwerk in Wuppertal - und das angeschlossene Kloster bedürfen also einer dringenden Sanierung, um beide vor dem drohenden Verfall zu bewahren.

190 000 Euro wird diese Maßnahme kosten, wobei die katholische Kirche jedoch lediglich 130 000 Euro zu tragen bereit ist.

„Die fehlenden 60 000 für das Kloster muss der Förderverein aufbringen“, so Grasedieck, der auch darauf hinweist, dass die Sanierung des Daches und die Malerarbeiten an den Holzgewerken im vorigen Jahr schon 36 500 Euro gekostet haben und vom Förderverein aufgebracht wurden. Ein Betrag, der zusätzlich zu den jährlich anfallenden Unterhaltungskosten bereit gestellt werden musste.

Der Förderverein unternimmt selbst schon große Anstrengungen, um das historische Gemäuer möglichst ökonomisch zu nutzen und damit höchst mögliche eigene Beiträge zum Erhalt des Klosters zu leisten. So ist Bruder Dirk, das einzige noch verbliebene Mitglied des Kreuzherrenordens, in der Seelsorge sowie der Alten- und Gesundheitspflege der Gemeinde St. Maria Magdalena tätig und arbeitet im Erdgeschoss in den vermieteten Räumlichkeiten im „Pflegedienst am Kloster“.

Eine Wohnung im Obergeschoss ist vermietet, im Dachgeschoss werden Räumlichkeiten für verschiedene Vereine, Chöre, Musik-, Bastel- und Krabbelgruppen bereitgestellt. Zudem werden die Beiträge des Fördervereins („30 Euro jährlich, aber nach oben sind keine Grenzen gesetzt“, sagt Bernd Grasedieck), Spenden und Erlöse aus Basaren und Kirchenkonzerten für das Kloster verwendet. Doch all das reicht kaum aus, um die Kosten zu decken. „Mit der Einwerbung von Spenden und Sponsorengeldern tun wir uns schwer“, gesteht Grasedieck. „Die lapidare Antwort ist oft, dass wir uns doch an die katholische Kirche wenden sollen, schließlich habe die genug Geld.“

Doch da die katholische Kirche einen Unterschied zwischen dem Gotteshaus und den ehrwürdigen Klostermauern macht, hat das Erzbistum Köln die Zuschüsse für Betriebs- und Instandhaltungskosten drastisch gekürzt, und die 185 Mitglieder des Fördervereins mit der Aufgabe, das Kloster zu erhalten, so ziemlich allein gelassen. „Wir hoffen nun, dass sich Sponsoren und Privatleute finden, die uns helfen, die Kosten aufzubringen“, erklärt Bernd Grasedieck und versichert: „Ab 30 Euro Spende können wir auf Wunsch eine abzugsfähige Spendenquittung ausstellen.“

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