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Flächendiskussion in der Wuppertaler Mirke: Kommunikation hilft

Stadtentwicklung : Flächendiskussion in der Mirke: Kommunikation hilft

Die Absicht mag eine gute sein - aber dann sollte man damit auch an die Öffentlichkeit gehen, bevor Gerüchte die Runde machen, findet unser Autor.

Die Absicht klingt erstmal redlich. Ein Investor springt ein, weil die Stadt und Utopiastadt nicht können, und sichert ein Filetgrundstück direkt an der Trasse für eine nachhaltige Entwicklung. Damit kein „Immobilienhai“ zuschlägt und eben das passiert, was jetzt gerüchteweise die Runde macht: Die übrig gebliebenen Mieter werden vertrieben, neue, teure Wohnungen in der Mirke entstehen. Also genau das Gegenteil von Gemeinwohl, für das das Areal rund um den Mirker Bahnhof, gerne mal als Stadtentwicklungslabor bezeichnet, eigentlich steht. Die Renaissance AG, die Stadt und die Utopisten haben es allerdings versäumt, frühzeitig an die Öffentlichkeit zu gehen. Man hat ja Gutes im Sinn und hätte den Verkauf des Geländes - mit 10 000 Quadratmetern ja wahrlich kein Pappenstiel - publik machen sollen. Mitsamt der Ideen, die damit zusammenhängen. Eine Jugendherberge vielleicht oder ähnliches. Natürlich sind es erstmal nur Ideen, aber sie zeigen, dass man sich um das Areal Gedanken macht. Und die Renaissance dort eben nicht teure Wohnungen hinknallen will, wie Vorstand Christian Baierl beteuert. Im Gegenteil, er plant Veranstaltungen, also wieder etwas für die Allgemeinheit. Stattdessen wurden erstmal die Kündigungen an die Mieter bekannt. Baierl rudert zurück. So was nennt man wohl eine unglückliche Kommunikation, wenn hinter allem wirklich eine gute Absicht steckt.