Fischaufzucht für Wuppertal-Beyenburg: Mucke sucht neuen Standort

Ökologie : Fischaufzucht: Oberbürgermeister Mucke sucht neuen Standort

Der Bau am Beyenburger Stausee wurde verhindert. Die Anlage soll trotzdem kommen.

Bei der Bürgerversammlung in Beyenburg in der vergangenen Woche ist klar geworden, dass die bisherige Planung für die von der Fischereigenossenschaft Mittlere Wupper vorgesehene Errichtung einer Fischaufzuchtanlage aller Voraussicht nach nicht umgesetzt wird.

„Ich begrüße die klare Aussage des Wupperverbandes als Eigentümer der Fläche, diese für die aktuelle Planung nicht mehr zur Verfügung zu stellen“, erklärt Oberbürgermeister Andreas Mucke. „Die Planung nimmt keinerlei Rücksicht auf den wunderbaren, mit vielen Denkmälern bebauten historischen Ortskern von Beyenburg. Dieses einmalige Stadtbild darf nicht durch den geplanten Bau beschädigt werden. Genau dies wäre der Fall, wenn die Fischzuchtanlage mit ihrer überhaupt nicht ins Bild passenden Gestaltung errichtet würde. Sie liegt zwar auf Ennepetaler Gebiet – die Auswirkungen träfen jedoch Beyenburg.“

„Ein wichtiger Beitrag zur
Belebung der Gewässer“

Nachdem die Pläne bekannt wurden, eine solche Anlage auf einer Fläche von circa 15 mal 38 Metern zu errichten, hatte sich im Stadtbezirk massiver Protest erhoben. In der Versammlung erklärte dann der Vertreter des Wupperverbandes, dass die Fläche nicht mehr für dieses Projekt zur Verfügung gestellt werde.

„Die Bedenken der Bürgerinnen und Bürger sind gehört worden. Dies ist ein gutes Signal und zeigt, dass wir Bürgerbeteiligung ernst nehmen“, betont Mucke. „Allerdings hätte ich mir eine frühere Einbeziehung der Beyenburger und der Stadtverwaltung durch die Fischereigenossenschaft gewünscht. Dann hätte man allen viel Ärger und Aufregung ersparen können. Jetzt geht es darum, Alternativen zu prüfen, denn wir wollen die Fischereigenossenschaft bei ihrem Anliegen unterstützen.“ Eine solche Fischaufzuchtanlage ist ein wichtiger Beitrag zur Belebung unserer Gewässer, insbesondere der Wupper, so Mucke. Deshalb werde der OB in Abstimmung mit der Bezirksvertretung Langerfeld-Beyenburg kurzfristig alle Beteiligten zu einem Gespräch einladen, um zu klären, welche Alternativen für eine solche Anlage in Betracht kommen.

„In dieser Arbeitsgruppe werden die Fischereigenossenschaft, der Wupperverband, die Stadt Ennepetal, die Bezirksvertretung, der Bürgerverein Beyenburg und Fachleute unserer Stadtverwaltung vertreten sein. Die Ergebnisse werden wir dann in einer weiteren Bürgerversammlung in Beyenburg vorstellen“, kündigte Mucke an. Red

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