Feuerwerksbatterien ärgern die Müllabfuhr

Feuerwerksbatterien ärgern die Müllabfuhr

Neuartige Knallkörper können nur per Hand aufgesammelt werden.

Wuppertal. Einmal anzünden — und schon knallt es 100 Mal in Folge, oder es starten 50 Lichtkugeln in den Silvesterhimmel. Feuerwerksbatterien werden immer beliebter. Doch die Straßenreinigung hat ihre liebe Mühe mit der Beseitigung der nicht selten 40 Zentimeter langen Pappkörper.

„Die Beseitigung ist nicht so einfach, wie man denken könnte“, sagt Klaus Steinbrink, Leiter der Abteilung Straßenreinigung und Winterdienste bei der Abfallwirtschaftsgesellschaft Wuppertal (AWG). Hauptproblem: Die Feuerwerksbatterien können nicht von den Straßenreinigungsmaschinen aufgenommen werden, weil sie deren Aufnahmevorrichtung verstopfen. „Deshalb müssen sie per Hand entfernt werden“, sagt Steinbrink.

Bei einzelnen Böllern gebe es dieses Problem nicht. Entweder würden die Reste vom Regen in den nächsten Kanal gespült, wo sie sich stückweise auflösten, oder die Reinigungsmaschinen sammelten sie auf. Die Feuerwerksbatterien dagegen seien deutlich widerstandfähiger, weil sie häufig mit Kunstharzen verklebt seien.

Dennoch spielt der Regen den Reinigungsdiensten in die Karten: „Wenn die aufgeweichten Feuerwerksbatterien von Autos plattgefahren wurden, können sie auch von der Kehrmaschinen aufgenommen werden“, erklärt Steinbrink.

Seiner Ansicht nach hat die Verschmutzung durch Feuerwerkskörper in Wuppertal zugenommen. Mehr Personal stehe aber nicht zur Verfügung. Allerdings bestehe bei den AWG aufgrund des Winterdienstes ohnehin eine Urlaubssperre, so dass zumindest das vorhandene Personal nach Möglichkeit auch für die Straßenreinigung eingesetzt werden kann.

In einer Woche sollen auch die letzten Böllerreste entfernt sein, in einigen Bereichen könne es auch mal bis zu zwei Wochen dauern.

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