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Coronavirus: Feuerwehr verzichtet auf Veranstaltungen und Übungen

Coronavirus : Feuerwehr verzichtet auf Veranstaltungen und Übungen

Die Maßnahme dient der Prävention: Sie soll helfen, eine weitere Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen.

Die Wuppertaler Feuerwehr will verhindern, dass sie durch eine mögliche Quarantäne zu viele Einsatzkräfte verliert. Deshalb hat Feuerwehrchef Ulrich Zander alle Löschzüge der Freiwilligen und der Jugendfeuerwehr aufgefordert, größere Veranstaltungen nicht stattfinden zu lassen.

Damit sollen zusätzliche enge Kontakte zwischen den Feuerwehrleuten vermieden werden. Denn sollte ein teilnehmender Feuerwehrmann oder eine Feuerwehrfrau später positiv getestet werden, müsste der gesamte Löschzug unter Quarantäne gestellt werden.

Zander macht deutlich: „Am Samstag hätte die Freiwillige Feuerwehr Hahnerberg ihre Jahreshauptversammlung gehabt. Da sitzen dann rund 70 Kameraden eng zusammen. Wenn da jetzt zufällig jemand darunter ist, der sich angesteckt hat, dann steht mir der ganze Löschzug nicht mehr zur Verfügung.“ In Köln haben sich vier Feuerwehrleute infiziert, nach Angaben des Kölner Stadtanzeigers sind 26 Kollegen deshalb zwei Wochen unter Quarantäne gestellt.

Zander sagt: „Alle Dinge, die man verschieben kann, sollten verschoben werden.“ Bei der Berufsfeuerwehr würden zum Beispiel Besichtigungen größerer Gruppen ausgesetzt. Es gehe darum, dass möglichst viele Kollegen für Brände und Unfälle einsatzfähig bleiben: „Wir sind ja kritische Infrastruktur“, so Zander.

Dienstliche Sitzungen der Berufsfeuerwehr oder kleinere Ausbildungsübungen bei der Freiwilligen Feuerwehr, an denen nur wenige Einsatzkräfte teilnehmen, fänden aber weiterhin statt. „Wir sitzen auch zu mehreren in Einsatzfahrzeugen“, so Zander. Aber sollte dann eine Quarantäne nötig sein, fielen nur wenige Kräfte aus.

Zudem seien natürlich alle Kollegen auf die bekannten Hygienemaßnahmen hingewiesen worden wie häufiges gründliches Händewaschen. Und dass eine Begrüßung lieber ohne Handgeben vonstatten gehen sollte. Alle Türklinken würden zwei Mal am Tag desinfiziert. „Es geht darum, die Übertragungswege so weit wie möglich zu minimieren“, so Zander.

Die Wuppertaler Feuerwehr besteht aus rund 410 Einsatzkräften der Berufsfeuerwehr und 680 Kräften der Freiwilligen Feuerwehr, dazu kommen rund 200 Einsatzkräfte von Hilfsorganisationen und 80 Notärzte, die auf den Rettungswachen mitarbeiten.