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Fahrplanänderungen: Stattder Bahn hilft oft nur das Handy

Fahrplanänderungen: Stattder Bahn hilft oft nur das Handy

Viele Bahnkunden fühlen sich nicht ausreichend informiert.

Wuppertal. Stellwerk-Umbauten, zuletzt sogar ein Stellwerk-Brand in Mülheim/Ruhr mit Auswirkungen auf den hiesigen Zugverkehr, Umleitungen, Zugausfälle und Schienen-Ersatzverkehr: eine Menge Dinge, die den Bahn-Reisenden zugemutet werden. „Fühlen Sie sich über alle Änderungen gut informiert?“ Dieser Frage gingen wir mit dem WZ-Mobil am Hauptbahnhof nach — und erhielten durchweg negative Antworten.

Fahrplanänderungen: Stattder Bahn hilft oft nur das Handy
Foto: Friedhelm Reimann

„Nein, ich fühle mich überhaupt nicht informiert. Wenn ich nicht ständig meine App bemühen würde, stünde ich ganz schön im Regen“, war Annemarie Habermann alles andere als begeistert, und auch Celik Ganden sieht erheblichen Verbesserungsbedarf: „Nein, wenn ich etwas über Änderungen wissen will, muss ich schon mein Handy bemühen.“

Werner Sdunzik denkt mit Ärger an das vergangene Wochenende zurück: „Da wollte ich mit der Bahn fahren und sah dann hier am Bahnhof, dass gar nichts ging.“

Aus Düsseldorf ist Karion Eckel, und sie hat ein generelles Problem ausgemacht: „Da steht man oft auf freier Strecke, erfährt nichts und verpasst dann den Anschluss-Zug.“

Ursula Abé ärgert sich, dass es kaum noch Service-Personal auf den Bahnhöfen gibt: „Da erfährt man in letzter Minute, dass der Zug von einem anderen Gleis abfährt, und dann ist es natürlich zu spät. Wenn man auf dem anderen Bahnsteig angekommen ist, ist der Zug meist weg. So war es, als es in Mülheim den Stellwerk-Brand gegeben hat. Die Durchsagen am Bahnhof sind außerdem oft gar nicht zu verstehen.“

„Selbst ist die Frau“, sagt sich Jocelyne Husni: „Ich schaue auf mein Handy und bin dann informiert.“ „Am Bahnhof erfährt man doch nichts“, stellt Süleyman Kara fest: „Als es die großen Streiks gegeben hat, ging das natürlich durch die Medien. Aber ansonsten helfe ich mir per Smartphone.“ Gaby Laure erfährt von Änderungen und Ausfällen erst über die Durchsagen am Bahnhof, meint aber: „Ansonsten bin ich mit der Bahn zufrieden.“

Die einzig positive Antwort erhielten wir von Marcus Jäckel: „Also, ich habe noch keinen Zug verpasst und fühle mich gut informiert.“