Handel: Factory Outlet in Wuppertal: Es geht nur langsam voran

Handel : Factory Outlet in Wuppertal: Es geht nur langsam voran

In der Bahndirektion bewegt sich weiterhin wenig. Das Einzelhandelsgutachten wird aktualisiert.

Mit Spannung wird das aktualisierte Einzelhandelsgutachten für das City Outlet Wuppertal erwartet. Der unabhängige Gutachter BBE aus Köln wird in diesen Wochen eine überarbeitete Fassung vorlegen, die dann von der Bezirksregierung Düsseldorf geprüft werden muss. Das Gutachten nimmt Stellung zu möglichen Einflüssen des Factory Outlet Centers auf den Einzelhandel in Wuppertal — aber auch auf den in Remscheid. Die Nachbarstadt hat Wuppertal mit einer Klage gedroht.

„Das Gutachten ist ein wichtiger Schritt im Rahmen des Bauleitplanverfahrens und dient einer weiteren Konkretisierung der Planung vor der dann folgenden öffentlichen Auslegung“, sagt Marc Weisener Sprecher der Clees-Gruppe. Während Investor Alexander Clees überzeugt ist, dass das FOC, das im ersten Bauabschnitt 10.000 Quadratmeter Ladenfläche in der Bahndirektion vorsieht, die Attraktivität der Elberfelder City steigern wird, befürchtet der Rheinische Einzelhandelsverband das Gegenteil. Der Einzelhandelsverband kritisiert das FOC-Konzept und hat zwei Gegengutachten über die Auswirkungen auf den Handel vorgelegt. „Der Einzelhandelsverband sollte sich auf die Kritik am Designer Outlet Center in Remscheid-Lennep konzentrieren, um den Wuppertaler Einzelhandel zu schützen“, sagt dazu Dezernent Frank Meyer. Die Stadt befürworte grundsätzlich die FOC-Pläne der Clees-Gruppe.

Allerdings hat man im Rathaus registriert, dass sich bis auf kleinere Entkernungsarbeiten im Inneren des riesigen Gebäudes seit dem offiziellen Baubeginn im vergangenen Herbst nicht viel auf der Baustelle getan hat. Vereinzelt sind Hammerschläge aus dem Inneren zu hören, große Baugeräte kamen bisher nicht zum Einsatz. Die für Ende dieses Jahres anvisierte Eröffnung des FOC erscheint daher immer weniger realistisch. Bisher hält die Clees-Gruppe aber am Eröffnungstermin fest.

„Für den ersten Bauabschnitt in der Bahndirektion liegt die Baugenehmigung mit Auflagen vor. Für die weiteren Bauabschnitte muss der Investor im Rahmen eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans den Takt vorgeben. Die Stadt begleitet das Planverfahren“, sagt Stadtplaner Marc Walter. Mit der Clees-Gruppe habe es zuletzt vor zwei Wochen ein Gespräch gegeben. „Dabei sind Veränderungen besprochen worden, die von der Stadt als Verbesserung der Pläne angesehen werden“, so Marc Walter. „Wir arbeiten selbstverständlich weiter an der Planung und optimieren diese. Dies betrifft insbesondere den Innenbereich“, sagt Marc Weisener.

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